OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Meteorologisches Institut

Die Wolken- und Regenbänder des extrem gefährlichen Hurrikans Irma haben bereits am Donnerstag Nachmittag den äußersten Osten des Landes, Punta de Maisí, erreicht, und obwohl die Prognosemodelle nicht davon ausgehen, dass das Auge des Hurrikans kubanischen Boden berührt, so werden trotzdem seine Auswirkungen an der ganzen Nordküste mit Macht zu spüren sein.

In den nächsten 12 bis 24 Stunden wird der Hurrikan auf Kategorie 4 zurückgehen, aber auch damit wird er äußerst gefährlich bleiben, wie beim dritten Treffen des Nationalen Verteidigungsrats zur Reduzierung von Katastrophen am Mittwoch verlautet wurde.

Da seine Auswirkungen ein Gebiet von schätzungsweise 370 km erfassen, wird Hurrikan Irma im gesamten Land zu spüren sein, betonte der Leiter des Nationalen Generalstabs der Zivilen Verteidigung Divisiongeneral (a.D.) Ramón Pardo Guerra.

An dem Treffen nahm auch der Präsident des kubanischen Parlaments Esteban Lazo Hernández teil, der die Bevölkerung zur Vorsicht aufrief und sie drängte, genau die Nachrichten zu verfolgen, die die Medien des Landes verbreiten.

In den nächsten 48 Stunden wird der gewaltige Hurrikan zwischen der Nordküste Kubas und den Bahamas weiterziehen und es werden für den Küstenbereich der Hauptstadt schwere Überschwemmungen vorausgesagt, die bis zu 500 Meter in Landesinnere reichen können, sagte der Leiter des Meteorologischen Marineinstituts Amílcar Calzada Estrada.

„Am Sonntag den 10. September wird man am Malecón von Havanna einen Wellengang bis zu 5 Metern registrieren können, der schätzungsweise sechs Stunden andauern wird“, sagte er weiter.

Deswegen müsse die Bevölkerung sich schützen, sie dürfe sich nicht in niedrig gelegenen Gebieten aufhalten und müsse die Nachrichten genau verfolgen, führte die Ministerin für Wissenschaft, Technologie und Umwelt Elba Rosa Pérez Montoya aus.

Das schwere Eindringen des Meeres ins Land sowie die starken Winde, die von Irma ausgehen, können dazu führen, dass der Strom in den besonders betroffenen Provinzen abgeschaltet wird.

Die Elekrizitätswerke Kubas garantieren aber, dass während des Durchzugs des Hurrikans Notgeneratoren in Krankenhäusern, Polikliniken, Bäckereien und bei der Wasserversorgung zur Verfügung stehen.

Ministerin für Wissenschaft, Technologie und Umwelt rief dazu auf, die Fabriken, die in den Provinzen liegen, die vom Hurrikan schwer beeinträchtigt werden, ihre gefährlichen Stoffe sicher zu verwahren, um eine mögliche Kontaminierung des Trinkwassers zu vermeiden.

Als eine Vorsichtsmaßnahme angesichts einer Situation wie dieser hat das Innenministerium die betroffenen Provinzen mit 187 Tonnen Chlor versorgt, um auf jeden Fall die Trinkbarkeit des Wassers in diesen Gebieten zu gewährleisten.