OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Zu den zahlreichen Bauvorhaben, die in Angriff genommen wurden, gehört auch diese Bäckerei mit Holzkohleofen Photo: Eduardo Palomares

SANTIAGO DE CUBA – Zu einer Zeit, in der der Präsident des Staats- und des Ministerrats Raúl Castro Ruz trotz der aufgedeckten negativen Phänomene wiederholt der Arbeit auf eigene Rechnung sein Vertrauen ausgesprochen hat, ist es ermutigend zu sehen, dass die nicht-landwirtschaftlichen Kooperativen bereits mit der Baukooperative Veranes das erste Kollektiv in ihren Reihen haben, das mit der Auszeichnung „Nationale Avantgarde“ belohnt wurde, die der kubanische Gewerkschaftsdachverband CTC als Ansporn vergibt.

Seitdem die Kooperative am 4. November 2013 unter dem Vorsitz von Ricardo Veranes Carrión, der selbst einmal als Held der Arbeit ausgezeichnet worden war, mit 43 Teilhabern und 43 Vertragsarbeitern gegründet wurde, ist sie zu einem Beispiel geworden, wie eine Kooperative unter strenger Einhaltung der Gesetze funktionieren kann, wie dies der kubanische Präsident von den über 400 nicht-landiwrtschaftlichen Kooperativen gefordert hat.

„Um diese hohe Auszeichnung zu erreichen, die wir gerade erhalten haben“, sagte Veranes, „ war das einzige, was wir tun mussten, hart und mit großer Effizienz, Disziplin und Transparenz zu arbeiten, hauptsächlich bei den sozialen Baumaßnahmen, bei denen wir weit davon entfernt waren daran zu denken, wie viel Gewinn wir dabei machen könnten; wir denken daran, was wir damit für das Volk erreichen“.

Unter dieser Devise hat das Kollektiv unter anderem die Ausführung von Baumaßnahmen bei Wohnungen, bei den Konservenfabriken La Maya und Segundo Frente, beim Aufnahmebereich zweier Kinderkrankenhäuser, beim biologischen Zentrum von Siboney, der Universität Tercer Frente und bei Taxisammelstellen in Santiago de Cuba übernommen.

Bei der Vergabe der Auszeichnung wurde außerdem die Arbeit der Kooperative beim Theater Macubá, bei der Intensivstation und des OP Sälen des Herzzentrums, der Universität, dem Wohnprogramm San Pedrito und der Spezialbäckerei mit Holzkohleofen hervorgehoben.

Für dieses Arbeiten haben sie nie das Personal einem Auswahlverfahren unterzogen. Für die Mitarbeit der Maurer, Schreiner, Maler, Elektriker, Klempner etc. genügte nur deren Entschlossenheit jede Aufgabe zu übernehmen und, falls es ihnen an Fähigkeiten mangelte, erhielten sie am Objekt einen Intensivkurs.

„Mein ganzes Leben als Konstrukteur war ich in Brigaden und Kontingenten des Bauministeriums und die Erfahrung hat mir gezeigt, dass man den Menschen vorbereiten und betreuen muss, ihm die Liebe zur Arbeit vermitteln muss, die uns die Revolution garantiert, denn das sichert uns die Stabilität, aus der wir Kraft schöpfen“, sagt Veranes.

„Wir gehören alle der Baugewerkschaft an, wir haben 23 aktive Parteimitglieder unter uns und wir gedenken bald über ein Basiskomitee der UJC (Kommunistischer Jugendverband) zu verfügen.

Ein großer Anreiz für das Kollektiv ist, dass die Arbeitsmittel gewährleistet sind und das alle 14 Tage eine pünktliche Zahlung erfolgt, im Monat durchschnittlich 2.200 Pesos und sowohl im Juli und Dezember auf Grund von Ausschüttungen an Teilhaber und Vertragsarbeiter über 5000 Pesos“, fügt er hinzu.

Was die Berichte und Dokumente angeht, in denen er den Mitgliedern der Kooperative detailliert Rechenschaft über die Indiaktoren der Effizienz, den Beitrag jedes einzelnen und die allgemeine finanzielle Lage abgibt, sagt Veranes, dass alle Einnahmen auf ein Bankkonto gehen, niemand Geld einbehält und es keine unnötigen Ausgaben gebe.

„Hier haben alle Arten von Inspektion stattgefunden und immer war alles in Ordnung. Das verleiht dir Achtung bei den Männern und auch die Tatsache, dass wir den gleichen Qualitätsanforderungen unterliegen wie die staatlichen Betriebe, damit unsere Kunden mit unserer Arbeit zufrieden sind“.