OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Das Institut für Tropenmedizin ist Austragungsort des Kurses über Dengue-Fieber und andere Arbovirosen Photo: cubahora

HAVANNA- Angesehene kubanische und ausländische Experten treffen sich von heute bis zum 18. August im Institut für Tropenmedizin Pedro Kourí (IPK) der Hauptstadt, um sich über die aktuelle Situation von Dengue-Fieber und anderen Arbovirosen auszutauschen.

Das Ziel des 15. International Dengue Kurses ist, dass Ärzte, Virologen, Immunologen, Soziologen, Epidemiologen, Entomologen und andere Teilnehmer mit den Akademikern nationaler und internationaler Institutionen über wichtige und aktuelle Aspekte der durch die Mücke Aedes aegypti übertragenen Krankheiten diskutieren, die Zika, Chikungunya und Gelbfieber einschließen.

Gemäß der digitalen Seite des IPK haben Experten der Panamerikanischen und der Weltgesundheitsorganisation (PAHO/WHO) ihre Teilnahme bestätigt, darunter Sylvain Aldighieri, Mathieu Bangert, Haroldo Becerra, Marcos Espinal, Florence Fouques, Leticia Franco und Gamaliel Gutiérrez.

Vertreter aus Kanada, Kolumbien, Argentinien, den USA, Irland, Deutschland, Belgien, Mexiko, Puerto Rico, Japan, Venezuela, Brasilien und der Schweiz werden am Forum teilnehmen, ebenso renommierte Professoren und Mitarbeiter des IPK, des Zentrums für Gentechnik und Biotechnologie, der Universität Havanna und des Ministeriums für öffentliche Gesundheit Kubas.

Zu den Themen des Treffens gehören die klinischen Behandlung von Patienten, die Vektorkontrolle, Fortschritte in der Erforschung der Pathogenese, Impfstoffe, Virostatika, individuelle Genetik, Viren und Vektor und neue Kontrollinstrumente.

Die Teilnehmer werden sich ebenfalls über den Einfluss des Klimawandels auf das Auftreten von durch die Aedes Mücke übertragenen Krankheiten und die Konfrontation von Krankheitsausbrüchen austauschen.

Unter der Schirmherrschaft der Kubanischen Gesellschaft für Mikrobiologie und Parasitologie, des MINSAP und der PAHO/WHO findet der Event 30 Jahre nach dem ersten Treffen dieser Art statt und ist Teil der Aktivitäten zum 80. Jahrestag des IPK, das ein Kollaborationszentrum der PAHO/WHO für das Studium von Dengue und seinem Vektor ist.

Obwohl die epidemiologische Situation in Kuba im Vergleich zu ähnlichen früheren Phasen positiv ist, warnen Spezialisten des MINSAP, dass diese Krankheiten dazu tendieren, sich mit steigenden Temperaturen und Niederschlägen schneller auszubreiten.

Im laufenden Jahr habe es in Kuba keine Fälle von Chikungunya und Gelbfieber gegeben, aber das verbreitete Auftreten in Teilen Lateinamerikas und Afrikas sei Grund für erhöhten Alarm im Land, heißt es auf der Website des IPK.

Daher werde auf weitere Anstrengungen bei der Kontrolle des Moskitos Aedes aegypti, dem Überträger der erwähnten Krankheiten, bestanden.