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Die Brunnen, die in Sur del Jíbaro ausgebeutet werden, haben eine Tiefe zwischen 37 und 50 Metern. Photo: Vicente Brito

LA SIERPE, Sancti Spíritus - Angesichts des offensichtlichen Versiegens des Zaza Stausees, der nur noch 11% seiner Kapazität aufweist, wollen die Reisbauern von Sur de Jíbaro ihre letzte Karte ausspielen: die vor Jahren in diesem Gebiet entdeckten unterirdischen Reserven, die sich laut Studien auf 50 Millionen Kubikmeter belaufen.

Kräfte des eigenen Unternehmens mit der Beratung durch chinesische Spezialisten arbeiten an der Montage an 40 Pumpen für die gleiche Anzahl von Brunnen, die bereits vorher durchstoßen und gebaut wurden, um das Wasser, das unter den Reisfeldern existiert, zu nutzen. Dabei handelt es sich um ein Projekt, das nach Ansicht von Experten einen entscheidenden Rückhalt für die hydraulische Infrastruktur der Region darstellt.

Wie aus den Berechnungen des Unternehmens hervorgeht, kann etwa 10% der Anbaufläche daraus ihren Nutzen ziehen, was inmitten der lang anhaltenden Dürre, von der die Stauseen der Flüsse Zaza und Jatibonico del Sur betroffen sind, die sowohl das Agroindustrielle Unternehmen Granos Sur del Jíbaro sowie andere wichtige Abnehmer im Zentrum des Landes beliefern, ein beachtlicher Wert ist.

Für das Jahr 2018 hat das Unternehmen aus Sancti Spiritus vorgesehen etwa 46 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem unterirdischen Reservoir hinzuzufügen, was es ermöglichen wird, über 2.600 weitere Hektar anzubauen, um so hauptsächlich die Reproduktion von Samen in der UBPC LAS Nuevas zu unterstützen.

Der Bewässerungsspezialist Raúl Hernández Negrín erklärte, das entsprechend dem Montagezeitplan würden die 14 elektrischen und 26 mit Diesel angetriebenen Pumpen Ende Juli bereit sein, aber ihr Einsatz sei nur gegeben, wenn die Möglichkeit bestehe, unterirdisches Wasser mit dem der Oberfläche zu mischen.

„Wenn man unterirdisches Wasser benutzt, muss man immer auf die Qualität achten. Das beginnt mit einer periodischen chemischen Analyse, bei der die Salzkonzentration bestimmt wird. Um Risiken beim Anbau und die Versalzung des Bodens zu verhindern, wurde festegelegt, das Wasser zu mischen, so dass die Nutzung der Brunnen auch von der Wiedererholung der Stauseen abhängt“, sagte Hernández Negrín.