OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
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Der bolivianische Außenminister Fernando Huanacuni stellte am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Havanna die Notwendigkeit heraus, den ideologischen Bindungen mit der Entwicklung von Grundlagen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in Lateinamerika Ausdruck zu verleihen.

«Unsere Philosophie, Ideologie und Denkweise müssen in unserem Wirtschaftsmodell konkretisiert werden, das nicht vom Rhytmus des Marktes bestimmt wird.»

«Es handelt sich hingegen um eine sich ergänzende Wirtschaft, die als unser eigenes Paradigma gestaltet wird. Die Kapazitäten und potentiellen Möglichkeiten unserer Länder kommen in der tiefen wirtschaftlichen Integration zum Ausdruck, die wir von der gemeinschaftlich-ergänzenden Form ererbt haben, die uns die Urvölker überlassen haben.»

Huanacuni bezog sich auf die Prozesse der Komplementierung des Kontinents, die seiner Meinung nach nicht nur vom Interesse getragen worden seien, Gewinn zu erzielen, sondern deren Grundlage der Dialog und die Kooperation Süd-Süd sei, durch die gemeinsam vorangeschritten werde.

«Die Logik der Komplementarität ist völlig anders als die des Wettbewerbs. Bei letzterer gewinnen einige und Millionen verlieren», führte er aus.

Diesbezüglich erklärte der Außenminister, dass nach einer gründlichen Durchsicht der bilateralen Beziehungen, der multilateralen Erwartungen, des politisch-ideologischen Gleichgewichts auf dem Kontinent und in der Welt eine Arbeitsgruppe geschaffen wurde, um den Plan der Entwicklung und Zusammenarbeit auszuführen.

«Die Vizeminister für Handel haben eine wirtschaftliche Route geschaffen, die auf der Linie unserer revolutionären Prozesse liegt. Wir haben Produkte aufgelistet, die jedes Land den anderen anbieten kann», stellte er fest.

An anderer Stelle schätzte er ein, dass Kuba die Prozesse des Wandels in anderen Völkern inspiriert habe. Im Falle Boliviens sei dies in der Entscheidungsfähigkeit seines Volkes zum Ausdruck gekommen, das den tiefen Spuren von Fidel, von Chávez, von Martí folgt.

Er hob hervor, dass die soziale, politische und wirtschaftliche Stabilität Boliviens unter der Regierung von Evo es dem Land erlaube, eigene Ansichten zu haben und sich selbst seine Ziele zu stellen.

«Jenseits der politschen Route der Hegemonie der Vereinigten Staaten gestalten wir unseren eigenen Horizont der Befreiung», erklärte er.

Der Außenminister gab bekannt, dass er bei seinem Treffen mit Armeegeneral Raúl Castro Ruz diesem einen Brief des Präsidenten Boliviens Evo Morales Aima übergeben werde, der aus der bolivianischen Hauptstadt diesen offiziellen Besuch geführt hat.

«Wir haben unsere administrativen, konsularischen und andere Aspekte durchgesehen, um die ewigen Bindungen unserer Länder fortzuführen. »

«Es gibt eine Verbindung unserer Völker auf ideologischer und philosophischer Ebene, aber diese muss auch in der Praxis ausgeführt werden, um unsere Ideologie in den neuen wirtschaftlich-kommerziellen Prozessen zu konkretisieren, die unsere Völker benötigen.»