OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Cubadebate

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurde ein größerer Umfang an Drogen beschlagnahmt als im Jahr 2016, ungeachtet dessen, dass die angewendeten Versteckmethoden zur Täuschung der kubanischen Grenzkontrolle jetzt raffinierter sind. Dies erläuterten am Mittwoch Vertreter des Generalzollamts der Republik.

«Während im Jahr 2016 insgesamt 30,22 Kilogramm Drogen beschlagnahmt wurden, hat der Zoll von Januar bis Mai 2017 bereits 32,59 kg sichergestellt», erklärte Moraima Rodríguez Nuviola, Stellvertretende Direktorin für Kampf gegen Drogen des Generalzollamts der Republik auf einer Beratung im Sitz dieser Einrichtung in Havanna.

«Hauptsächlich ist sie im Flugverkehr gefunden worden, bei Passagieren, die sie in Nahrungsmitteln einführen, am Körper befestigen, eingenommen haben, sowie im Inneren von Elektrogeräten...», fügte sie hinzu.

Da es in einigen Ländern Drogen gibt (wie z.B. Marihuana), die für straffrei erklärt worden sind, versuchen viele Reisende, auf die Insel mit kleinen Mengen für ihren persönlichen Verbrauch zu reisen. «Sie glauben, dass dies sie berechtigt, sie nach Kuba einzuführen, aber dem ist nicht so. Hier wird Warnungsakte gegen sie eröffnet und eine Strafzahlung erhoben», erläuterte Moraima Rodríguez.

Deshalb ist es wichtig, dass die Besucher sich über die in Kuba bestehenden Regulierungen informieren und diese kennen, «denn wir arbeiten nicht nur auf dem Gebiet des Kampfes gegen Drogen, sondern auch der Vorsorge», versicherte Pedro Miguel Pérez Betancourt, Leiter des Generalzollamts der Republik.

Für William Pérez González, Stellvertretender Leiter des Generalzollamts der Republik, ist die Steigerung in der Sicherstellung der Drogen «nicht auf das Anwachsen der Anzahl der Reisenden im Jahr 2017 zurückzuführen, die bisher 2,4 Millionen ausmachen. Unsere geografischen Besonderheiten bieten Vorteile für die Einschleusung illegaler Substanzen im Land: wir sind eine Insel und befinden uns zwischen der Nord- und der Südregion Amerikas».

Nelson Cordovés Reyes, Erster Stellvertretender Leiter des Generalzollamts der Republik, berichtete, dass neben den Drogen auch die Ein- und Ausfuhr von Waffen, ihrer Teile und Munitionen im Land weiter ansteigen. Entdeckt worden sind Sprengkörper, Revolver, Pistolen, Projektile, Granaten und neutralisierende und neuroparalysierende Gase.

Andererseits wuchs auch die Einführung von Material subversiven Inhals an, gedruckt oder in verschiedenen Formaten, die der Konterrrevolution dienen. «DVDs, Bücher und Anlagen zur Ermöglichung des Empfangs der Sendungen von Radio und TV Martí».

Wie die Vertreter versichterten, richtet das Generalzollamt der Republik weiterhin seine ganzen Anstrengungen darauf, auf effektive Weise den negativen Auswirkungen dieser Erscheinungen entgegenzutreten.