OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Aufnahme, die in der Arztsprechstunde von Farallones gemacht wurde. Dort ist alles Notwendige vorhanden, um die gesundheitliche Grundbetreuung zu gewährleisten. Photo: Germán Veloz Placencia

MOA, Holguín – Die Elektrizität und deren Vorteile steht 99 % der Menschen dieser Gemeinde zur Verfügung, die im Gebiet des Plans Turquino wohnen, der am 2. Juni vor genau 30 Jahren seinen Anfang nahm, um die wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung der Bergregionen anzukurbeln.

Dies ist in den Ortschaften Farallones, Cayo Grande, Calentura und La Melba zu beobachten, wo 75 % der Wohnhäuser an das Nationale Elektroenergieversorgungsnetz angeschlossen sind, während die restlichen von Stromerzeugungsanlagen abhängen und auch die kürzlich erfolgte Einführung von Solarzellpaneelen zur Verbesserung der Lebensbedingungen beiträgt.

Auch Telefonverbindungen haben die Einwohner dieses Gebietes. In Dutzenden von Häusern und sozialen Einrichtungen kann dieser Service genutzt werden. Darüber hinaus gibt es zwei Satellitentelefone in La Melba. Dadurch werde die Kommunikation mit der Stadt Moa für den Fall abgesichert, dass diese Ortschaft durch Erdrutsche auf die Straßen von der Außenwelt abgeschieden sein sollte, erläutert der Vorsitzende der Gemeindeversammlung der Volksmacht, Jorge Luis Pupo Mendoza.

Der Zugang zur Bildung, fügt er hinzu, wird ermöglicht durch das Funktionieren von sechs Schulen, die über die Mittel und Lehrkräfte verfügen, um die Kinder umfassend zu bilden. Genau wie die Erwachsenen können sie darüber hinaus in zwei Kulturzentren, vier Bibliotheken und zwei Fernsehsälen ihre Kenntnisse erweitern und geistige Anregung finden.

Um die medizinische Grundversorgung zu gewährleisten, funktionieren in diesem abgeschiedenen Landstrich vier Familienarzthäuser, ebensoviele Apotheken und zwei Zahnarztsessel, wozu sich noch umfassende Rehabilitationsleistungen gesellen.

Es gibt hier ein Handelsnetz, das aus vier Lebensmittelverkaufsstellen und zwei gastronomischen Einrichtungen besteht. Hinzu kommen noch andere Bestandteile der geschaffenen sozialen Infrastruktur, darunter zwei Baseballfelder und ein Bio-Gesundheits-Fitnesscenter, die unter dem beratenden Einfluss von Fachkräften des Sports und der Erholung funtionieren. Radio Cuba installierte desweiteren Antennen, durch die Radio und Fernsehen empfangen werden können.

Der Transport von Passagieren zu den vier Ortschaften erfolgt gegenwärtig mit Fahrzeugen, die die steilen Berghänge der Gegend bewältigen können. Die Anzahl der Fahrten ist jedoch unzureichend im Vergleich zum Bedarf, weshalb die Behörden der Gemeinde daran arbeiten, dies so bald wie möglich zu lösen.

Die Kleinbauern, Genossenschaften und Staatsgüter des Gebiets erweitern die Aussaat und Ernte von Kaffee, Kakao und Gemüse, während sie gleichzeitig Aktionen des Umweltschutzes durchführen, denn über 26 000 Hektar des Plans Turquino der Gemeinde gehören dem Nationalpark Alexander von Humboldt an, der wegen seiner biologischen Artenvielfalt zum Welterbe der Menschheit erklärt wurde.