OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Unter den Zuckerfabriken, die den Plan erfüllten, ist die „Panchito Gómez Toro“ von Villa Clara, mit dem besten Ergebnis im Land. Photo: Freddy Pérez Cabrera

In dieser Woche endet die Zuckerproduktion 2017 und sie tut dies bei einem Wachstum um 20 % im Vergleich zum Jahr 2016. Dies erklärte Noel Casañas Lugo, Vizepräsident des Zuckerunternehmens Azcuba, auf einer Pressekonferenz gegenüber Granma.

Der vorgesehene Plan wurde zu 85 % erfüllt und unter den Hauptursachen, die dieses Ergebnis beeinflussten, erwähnte Casañas Lugo die intensive Dürre, unter der das Land im gesamten Jahr zu leiden hatte, was zu Verlusten in der zu mahlenden Zuckerrohrmasse und in dessen Ergiebigkeit führte und sich auch negativ auf die Produktivität der Ernte- und Transportgeräte auswirkte.

Zeitverluste in der Industrie während des Mahlens, was Effektivitätseinbußen hervorrief, sind unter anderem auf ungenügend ausgebildetes Personal und Mangel an technologischer Disziplin zurückzuführen und stellen somit ein weiteres Element dar, das der Planerfüllung entgegenstand. Dadurch kam es zu verschiedenen Havarien in der Industrie.

Nach Worten des Vizepräsidenten von Azcuba gab es darüber hinaus Unzulänglichkeiten in der Organisation und Leitung der Ernte und des Transports, wodurch es zum Stillstand der Zuckerfabriken aufgrund von fehlendem Zuckerrohr kam, was die geplante Produktion um 8 % schmälerte.

Aber auch Faktoren außerhalb von Azcuba beeinträchtigten das Ergebnis. So wurden wichtige Ressourcen aus in- und ausländischer Produktion mit einem zu knappen Vorlauf angeliefert, wodurch es nicht möglich war, genügend Proben auszuführen und die Agrar-Industrie-Ausrüstungen diesen Ressourcen anzupassen. Hinzu kamen die Nichterfüllung des Plans des Eisenbahntransports und Unterbrechungen im Nationalen Energieversorgungssystem.

Insgesamt waren 54 Zuckerfabriken, vier mehr als im Vorjahr, bei der Zuckerproduktion 2016-2017 im Einsatz, und 42 von ihnen stellten mehr Zucker als im Vorjahr her, so wie auch 11 von den 13 Provinzen, die sich der Zuckerproduktion widmen, erläuterte Liobel Pérez Hernández, Sprecher des Unternehmens Azcuba.

Die Provinz Villa Clara erreichte das beste Ergebnis. Sie erfüllte nicht nur als einzige den vorgegebenen Jahresplan, sondern weist auch die größte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (53 %) auf und wurde zum größten Zuckerproduzenten des Landes.

Andererseits wies der Sprecher des Unternehmens Azcuba darauf hin, dass die Herstellung von Nebenprodukten positiv zu werten sei, insbesondere die Futtermittelproduktion, welche mit 199 000 Tonnen plangemäß erfüllt wurde und um 48 % im Vergleich zu 2016 wuchs. Dadurch konnten Importe für die Schweinefleischproduktion ersetzt und zur Ernährung der Rinderbestände während der Trockenzeit des Jahres beigetragen werden.

Wie Casañas Lugo erklärte, werden gegenwärtig auf allen Ebenen der Gruppe Azcuba Auswertungen vorgenommen, um Schwächen und Fehler aufzudecken und Maßnahmen zu treffen, damit diese sich nicht wiederholen. In diesem Sinne wies er auf die Wichtigkeit der ausreichenden Vorbereitung des Personales der Branche hin, um eine bessere Zuckerproduktion 2018 abzusichern.