OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Dieses Bild von Zaza verdeutlicht die dramatische Situation der Talsperre. Photo: Vicente Brito

SANCTI SPÍRITUS -Weder die Regenfälle der letzten Tage und die allen auferlegten Beschränkungen noch die ständige Überwachung des Stausees konnten verhindern, dass der Pegel immer weiter abgesunken ist und dass die Zaza Talsperre in dieser Woche kaum noch 110,6 Millionen Kubikmeter Wasser enthält, was 11% ihrer Kapazität entspricht.

Wie das Nationale Institut für Hydraulische Ressourcen der Provinz mitteilte, ist die Knappheit des Wassers damit zu erklären, das aus dem zweitgrößte Flussbecken des Landes, das die Provinzen Villa Clara und Sancti Spiritus umfasst, wenig Wasser abließt, was dazu führt, dass die Talsperre den niedrigsten Wasserstand in den letzten 30 Jahren aufweist.

Früher hatte sich der Wasserstand schon einmal bis zu 99,6 Millionen Kubikmeter (1976) und auf 110,644 (1987) verringert, ein ähnlicher Stand wie heute. Im Jahr 2010 und 2015 sank er auf 130 Millionen ab.

Die drastische Beschränkung der Wasserzuteilung an das agroindustrielle Unternehmen Granos Sur in Jíbaro, an das Aquakulturzentrum und weitere Abnehmer der Talsperre, die Erhöhung der Fangquoten der Süßwasserspezies und die Säuberung des Zulaufgebiets waren einige der Maßnahmen zum Wohl des größten Stausees des Landes.

Mit einer Aufnahmekapazität von 1 020 Millionen Kubikmeter und einer Wasseroberfläche von über 100 Quadratkilometern stellt Zaza ein strategisches Objekt für die Landwirtschaft des südlichen Zentrums von Kuba dar, indem sie die wichtigen Entwicklungsprogramme mit Wasser versorgt und als das größte Reservoir für Süßwasserarten des Landes gilt.

Von dem Fluss gespeist, dessen Name sie trägt, erhält sie außerdem Wasser von den Flüssen Tuinucú, Yayabo und Cayajaná.

Um einen Eindruck zu bekommen, wie ernst die Dürre ist, muss man nur wissen, dass seit dem 7. November 2013 kein Wasser mehr vom wichtigsten Überlauf abgeleitet wird.