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Im Gedenken an die Märtyrer von Humboldt 7 wurde ein Blumengebinde niedergelegt Photo: Yaimí Ravelo

Mit einer Gedenkveranstaltung wurde am Donnerstag der vier jungen Revolutionäre gedacht, die vor 60 Jahren in Havanna vor dem Haus Nummer 7 der Straße Humboldt ermordet wurden.

Bei der Ehrung, an der der Erste Vizepräsidenten des Staats- und des Ministerrats, Miguel Diaz-Canel Bermudez, sowie Kämpfer der Revolutionären Direktoriums teilnahmen, wurde Fructuoso Rodriguez, José Machado, Joe Westbrook und Juan Pedro Carbó gedacht, die 38 Tage vorher, am 13. März 1957, an der Einnahmen des Radiosenders Radio Reloj und dem Angriff auf den Präsidentenpalast teilgenommen hatten.

Die Schergen der Fulgencio-Batista-Diktatur hatten eine Jagd auf alle Beteiligten an den Aktionen durchgeführt. Ihr strenger Befehl lautete, sie tot zu fangen. Der Verrat des ehemaligen Mitkämpfers Marcos Rodríguez, dessen Mitwirkung fünf Jahre nach den Ereignissen aufgedeckt wurde, ermöglichte der Polizei, den Aufenthaltsort der jungen Menschen zu erfahren.

Nachbarn, die auf dem Bürgersteig oder von den Balkonen aus Zeuge des damaligen Polizeieinsatzes wurden, hörten das Maschinengewehrfeuer, das auf die wehrlosen Jungen gerichtet wurde, und sahen, wie die Leichen durch die Straße geschleift wurden.

„Deshalb erfüllen uns diese Ereignisse immer noch mit Entrüstung. Wie sollten wir nicht das verteidigen, was so viel Blut gekostet hat? Es gibt keinen Zweifel darüber, dass wir auf der richtigen Seite der Geschichte stehen“, sagte Raúl Alejandro Palmero Fernández, Präsident der FEU an der Universität Havanna, bei der Gedenkveranstaltung für die Märtyrer von Humboldt 7.

In Zeiten der Revolution „haben wir gelernt, uns mit Ideen und Denken zu verteidigen, aber wenn an der Universität von Havanna wieder Gewehre eingesetzt werden müssten, um das zu verteidigen, was die Studenten aufgebaut haben, werden wir es wieder tun“, sagte er.

An der Veranstaltung nahmen ebenfalls teil: Miriam Nicado, Politbüromitglied und Rektorin der UCI, Olga Lidia Tapia Iglesias, Mitglied des ZK der Partei, Susely Morfa González, Mitglied des ZK der Partei und Erste Sekretärin des Kommunistischen Jugendverbandes, und Jennifer Bello Martínez, Mitglied des Staatsrats und Präsidentin der FEU.