OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Der XV. Politische Rat der ALBA findet in schwierigen Zeiten statt, in denen Einheit, Organisation und Solidarität nötig sind, sagte am 10. April der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla in einem Satz, der die ganze Bedeutung des an diesem Tag in der kubanischen Hauptstadt stattfindenden Treffens zusammenfasste.

Es war ein Tag der Analyse und der Debatte über Themen, die die Bolivarische Allianz für die Völker unseres Amerika – Handelsvertrag der Völker (ALBA-TCP) ständig oder punktuell beschäftigen.

Auch wurde die Schlusserklärung des XIV. Außerordentlichen Gipfels der Organisation ratifiziert, der im vergangenen Monat in Caracas durchgeführt worden war und die Verpflichtung der Mitgliedsstaaten mit den Grundsätzen der Proklamation verstärkt, die Lateinamerika und die Karibik zur Zone des Friedens erklärt.

Das Treffen wurde von dem Ansturm der Rechten und der ausländischen Interessen gegen die progressiven Regierungen Venezuelas, Ecuadors und Nicaraguas bestimmt, die im Schutz von veralteten und untauglichen Institutionen wie der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) agieren.

Das Treffen fiel mit dem 125. Jahrestag der Gründung der Revolutionären Partei Kubas zusammen, die von José Martí gegeründet worden war, um die absolute Unabhängigkeit unseres Landes zu erreichen.

ALBA IST EIN SCHUTZSCHILD FÜR UNSER AMERIKA

ALBA-TCP ist ein Schutzschild, eine Stützwand der Prinzipien, die in der Selbstbestimmung der Völker basieren, betonte die venezolanische Außenministerin Delcy Rodríguez.

In einem Interview sagte die Außenministerin, dass man seitens der Organisation diverse regionale Probleme aus einer integtationistischen Sichtweise analysiert habe. „Wir gehen sehr zufrieden aus diesem Treffen heraus, es ist eine Botschaft des Friedens für das gesamte Große Vaterland”, merkte sie an.

Auf Fidel und Chávez eingehend, sagte die Außenministerin, dass diese Bezugspunkte der Organisation seien: „Es sind zwei Giganten, die sich getroffen haben und dieses wunderschöne Licht hervorgebracht haben, das ALBA darstellt.”

Rodríguez bedankte sich bei den Völkern der ALBA –TCP für die Erklärung zur Unterstützung ihres Landes, das sich in den letzten Wochen einer imperialen Offensive und einer Medienkampagne ausgesetzt sieht, die in den Sektoren der Rechten und in der Organisation Amerikanischer Staaten auf Unterstützung trifft.

Außerdem sprach sie sich für eine Institutionalisierung der OAS aus, die als „Kolonialministerium” bezeichnet wird. Der Außenminister Ecuadors Guillaume Long seinerseits, sprach davon, dass das Treffen eine geeignete Gelegenheit gewesen sei, um vertraulich miteinander ins Gespräch zu kommen und als integrationistischer Block gemeinsame Strategien auszuarbeiten.

Auf die Präsidentschaftswahlen in seinem Land eingehend, aus denen Lenin Moreno von der Bewegung Alianza País als Sieger hervorging, dankte der Außenminister den Länder der ALBA-TCP dafür, dass sie die ersten waren, die ihre Glückwünsche ausgeprochen hatten. Nach zehn Jahren Bürgerrrevolution sei es sehr wichtig, den Weg der Entwicklung weiterzugehen, um größere soziale Gerechtigkeit zu erlangen und weiterhin große Siege einzufahren.

Nach den Worten Longs seien die letzten Jahre aus einer Reihe von Gründen schwierig für sein Land gewesen: der Abfall der Preise für Rohstoffe und Erdöl sowie das schreckliche Erdbeben vom 16. April letzten Jahres, das in wirtschaftlicher Hinsicht Kosten von 3,5 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau verursacht habe.

„Trotzdem”, so merkte der Außenminister an „wie Rafael Correa sagt, soll man eine Regierung nicht nur in guten Momenten bewerten, sondern auch in schwierigen Situationen.

Das Volk hat unser Handeln in schwierigen Momenten belohnt und wir werden vorwärts kommen”, sagte Long, der erklärte, dass besagter Wahlvorgang nach Aussage aller anwesenden internationaler Organisationen, makellos gewesen sei. Trotzdem erkenne ein kleiner Sektor der Opposition seine Niederlage nicht an und habe Verunsicherung und gewaltsame Aktionen hervorgerufen, die zu verurteilen seien und dem Land und der Demokratie, die es gelang aufzubauen, Schaden zufügen.

„Wir gehen davon aus, dass in dieser Woche alles zur Normalität zurückkehrt, denn es herrscht eine Abneigung den schlechten Verlierern gegenüber, die darauf bestehen, die Ergebnisse nicht anzuerkennen”, sagte er.

Der Außenminister Ecuadors kündigte an, dass die nächsten vier Jahre der Regierung Lenin Morenos eine Kontinuität des historischen Prozesses der Bürgerrevolution darstellen müssten.