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Díaz-Canel informierte sich über die Pläne der Erweiterung des Provinzkrankenhauses Dr. Antonio Luaces Iraola. Foto: Osvaldo Gutiérrez Gómez (ACN) Photo: Gutiérrez Gómez, Osvaldo

CIEGO DE AVILA – Die intensive Dürre, die das Territorium seit mehreren Jahren heimsucht, und die Maßnahmen zur Eindämmung ihrer Auswirkungen, das Voranschreiten der Zuckerrohrernte sowie der Investionsprozess im Gesundheitswesen standen im Mittelpunkt des Interesses von Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Erster Vizepräsident des Staats- und des Ministerrates, bei einem Besuch in dieser Provinz.

Wie Sergio Barrios García, Beauftragter für Wasserressourcen in Ciego de Avila, erläuterte, weist das unterirdische Wassereinzugsgebiet Nord nur 14 % seiner Gesamtkapazität auf und das des Südens nur 43 %. Im Falle der künstlichen Stauseen beinhalten diese von einem Gesamtwert von 149 Millionen Kubikmetern nur knappe 17 Millionen m³, wobei die Stauseen El Calvario, Sabanas Nuevas und Puente Largo vollkommen trocken sind.

Barrios García berichtete, dass etwa 250 000 Einwohner dieser Provinz teilweise oder vollkommen von der Dürre betroffen sind, einschließlich jener über 20 000 Einwohner, die das Wasser per Tankwagen erhalten. Auch die Landwirtschaft und der Zuckerrohranbau sind von den Auswirkungen betroffen, und derzeitig sind über 900 Beregnungssysteme stillgelegt, mit direkter Beeinträchtigung von etwa 10 500 Hektar Anbaufläche.

Angesichts dieser Tatsachen beschleunigen die Behörden einen Aktionsplan zur Eindämmung der Auswirkungen, wie die effiziente Beregnung, das Bohren von Brunnen für die Quellen der Versorgung und Einspeisung des Grundwasserspiegels, der Bau von Rohrleitungen, die Montage von Pumpen und Wasserentsalzungsanlagen in der Ortschaft Júcaro und dem Tourismuspol Jardines del Rey, sowie einer Wasseraufbereitungsanlage im Hydraulikkomplex Liberación de Florencia.

Díaz-Canel bezeichnete die im Territorium verfolgte Strategie zur Eindämmung der Auswirkungen der Dürre als gut durchdacht und organisiert und sagte, dass alles, was im Investitionsprogramm getan werde, im Dienste der umweltbewussten Nachhaltigkeit stehen müsse.

In Begleitung der höchsten Vertreter der Partei und Regierung in der Provinz, Félix Duarte Ortega und Raúl Pérez Carmenate, besichtigte er den Block der externen Sprechstunden des Allgemeinen Universtitätskrankenhauses Dr. Antonio Luaces Iraola, in dem ein Investitonsprozess erfolgt, das dessen Leistungen erweitern wird und die Qualität der Behandlung verbessern wird.

Díaz-Canel interessierte sich ebenso für den Verlauf der Zuckerrohrernte. Diesbezüglich erläuterte Norelvis Gallo Saroza, Direktor des Zuckerbetriebes von Ciego de Avila, dass sich diese in einer sehr schwierigen Etappa befände, und dass, obwohl das Potenzial der Zuckerrohrernte, dessen Erholung und die industrielle Effizienz gut seien, die Dürre große Auswirkungen auf die Ausbeute zeige. Die Zuckerfabriken der Provinz mahlen mit einer Auslastung von 72 % und haben insgesamt 30 000 Tonnen Zucker mehr hergestellt, als im Vorjahreszeitraum.

Der Rundgang schloss ebenfalls ein Treffen mit dem Leitungsrat der Universität Mayor General Máximo Gómez Báez ein, die im September letzten Jahres mit der höchsten Kategorie akkreditiert wurde, und wo dem Ersten Vizepräsidenten eine detaillierte Erklärung über die Ergebnisse der Integration dieser Bildungseinrichtung gegeben wurde.