OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Die Schaffung einer Methodologie zur Erkennung der Frequenz und Intensität der Hurrikans, die das Land in der Vergangenheit heimsuchten, ist eines der Ziele des Wissenschaftsprojekts „Auswertung von Paläoklima und Paläohurrikans in Kuba und der Karibik in den letzten 10 000 Jahren ausgehend von hoch aufgelösten Aufzeichnungen der Speläotheme“, das heute mit einem einleitenden Workshop im Nationalmuseum für Naturgeschichte Kubas (MNHNC) seinen Anfang nimmt.

Professor Jesús Pajón Morejón, Forscher und Kurator dieser Einrichtung, die dem Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Umwelt angehört, und Leiter des genannten Projekts, das Bestandteil des Nationalprogramms „Klimawandel in Kuba: Auswirkungen, Abschwächung und Anpassung“ ist,  erläuterte gegenüber Granma, dass zum Erreichen dieses Ziels die Spuren untersucht werden, die diese Naturerscheinungen in den Wachstumsstreifen der Stalagmiten hinterlassen haben, die in bestimmten Höhlen des Westens unserer Insel zu finden sind.

Jenseits dessen, Information über die Häufigkeit von Hurrikans und darüber zu erhalten, mit welcher Kraft diese im erwähnten Zeitraum auftraten, werden die Ergebnisse der Arbeit von hohem Nutzen dafür sein, mögliche Zyklen des Wiederauftretens zu erkennen, insbesondere jener außerordentlich starker Fälle.

Am Projekt sind auch Spezialisten des Klimazentrums des Meteorologischen Instituts und der Universitäten Auburn und Alabama der USA beteiligt.

Während der letzten Jahrzehnte erweckt die Paläoklimatologie weltweit besonderes Interesse, indem sie zeigt, wie sich die Temperaturen und Niederschlagssysteme in den verschiedenen historischen Zeiträumen des Planeten entwickelt haben.

So ist heute zum Beispiel bekannt, dass das Klima der Welt niemals stabil war. Auf natürliche Weise hat es sich in allen Zeitspannen gewandelt und wird dies auch in der Zukunft tun, unabhängig davon, inwieweit der Mensch Einfluss darauf nimmt.

Genauso ist es mit den großen Hurrikans und anderen extremen Witterungsunbilden.