OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Die Herausgabe des Nationalprogramms über Biologische Vielfalt (PNDB) 2016-2020, wichtigste Plattform, die darauf gerichtet ist, die kubanische Umweltpolitik im laufenden Jahrfünft umzusetzen und die dringlichsten Probleme des Landes in diesem Bereich in Angriff zu nehmen, erfolgte gestern im Hotel Memories Miramar der Hauptstadt.

Bei der Vorstellung seines Inhalts stellte Frau Dr. Daysi Vilamajó vom Institut für Ökologie und Systematik fest, dass das Programm nicht nur einer der übernommenen Verpflichtungen innerhalb der Konvention zur Biologischen Vielfalt entspricht, sondern einen Mechanismus darstellt, um die Aktionen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt im Land mit den notwendigen, festgelegten, erreichbaren und strategisch wichtigen Zielen zu integrieren.

Begründet auf den Leitlinien der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Partei und der Revolution, die auf dem 6. Parteitag beschlossen worden sind (es gibt 24 Leitlinien, die sich auf das Management der biologischen Vielfalt in Kuba beziehen), auf die nationalen Berichte an die Konvention der Biologischen Vielfalt, insbesondere den fünften Bericht von 2014, und die Ergebnisse der Anwendung der Nationalen Umweltstrategie in den Etappen 2006-2010 und 2011-2015, enthält der PNDB fünf allgemeine strategische Ziele.

Dies sind: Behandlung der zugrunde liegenden Ursachen für den Verlust der biologischen Vielfalt, Kontrolle der wichtigsten Bedrohungen für die biologische Vielfalt und Förderung ihrer nachhaltigen Nutzung, Förderung der Erhaltung von Ökosystemen, Habitats, Arten und Genen, Unterstützung der Wiederherstellung und Erhaltung der Ökosysteme, die wesentliche Dienste leisten und Verbesserung der nationalen Kapazitäten für die Durchsetzung der Konvention über Biologische Vielfalt.

Das Programm schließt auch 20 nationale Zielvorgaben ein, die in den einzelnen erwähnten strategischen Zielstellungen enthalten sind. Dazu gehört die Herausbildung eines höheren sozialen Bewusstseins über den Wert der biologischen Vielfalt und der Leistungen der Ökosysteme, die durch sie ermöglicht werden. Dies soll über die cerziehung für eine nachhaltige Entwicklung und die Bürgerbeteiligung erfolgen. Auch soll die Umweltverschmutzung verringert und auf Grenzen beschränkt werden, die für die Gesundheit von Menschen und Pflanzen ökologisch sicher sind.

Die Ausarbeitung des PNDB wurde vom Institut für Ökologie und Systematik der Direktion für Umwelt des Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Umwelt angeführt, unter Teilnahme eines Koordinatorenteams, das aus Spezialisten des Instituts für Meereskunde, des Nationalzentrums für Geschützte Gebiete, des Nationalzentrums für Biologische Sicherheit, der Umweltagentur und des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (PNUD) besteht. Darüber hinaus waren Einrichtungen aus den Provinzen Santiago de Cuba, Pinar del Río und Ciego de Ávila beteiligt.

Bei der Präsentation zugegen waren Odalys Goicochea, Umweltdirektorin des Citma; Soledad Bauza, gebietsansässige Vertreterin des PNUD in Kuba und Frau Dr. Maritza García, Vorsitzende der Umweltagentur.