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Joseph O’ Connor, irischer Schriftssteller

Wie nie zuvor wird die irische Literatur auf der diesjährigen Buchmesse in Havanna von erstklassigen Schriftstellern, wie Joseph O’ Connor und Colm Toibin vertreten sein, die nicht nur in ihrem Land sondern weit über dessen Grenzen hinaus bekannt sind.

Die Delegation des europäischen Inselstaates, dessen Botschaft in Mexiko zusammen mit den Organisatoren der Messe das Programm koordinierte, wird sich mit ihren kubanischen Kollegen treffen und mit den Lesern in der Cabaña Festung ins Gespräch kommen.

Von O’ Connor wird der Verlag “Arte und Literatura” den Roman  El crimen del Estrella del Mar, (Star of the Sea) herausbringen, der als einer erfolgreichsten der zeitgenössischen irischen Literatur betrachtet wird.

Ursprünglich im Jahr 2002 erschienen, erzählt der historische Thriller auf intesive und originelle Weise ein Kapitel der Migration in die Vereinigten Staaten, wo die unter Hunger leidenden IrenMitte des 19. Jahrhunderts versuchten, das Land der Verheißung zu finden.

Alles geht von einem geläufigen Bild des Autors aus: das eines Mannes der an der Kaimauer des viktorianischen London entlang geht und sich dann auf Deck eines Schiffes befindet. „Es war ein Mann, der ein Geheimnis verbarg. Ich glaube, dass ich in Wirlichkeit diesen Roman geschrieben habe, um meine eigen Neugier über diesen Mann zu befriedigen, meine Fragen, wer er eigentlich war. Ich spreche nicht von etwas Mystischem, sondern von der Macht; die gelegentlich bestimmte Bilder ausüben und wegen derer wir zu schreiben beginnen und woraus dann eine Geschichte entsteht“, gestand er.

Vor diesem Roman hatte O’ Connor das vom Publikum und der Kritik gleichermaßen gelobte Theaterstück Rosas rojas y petróleo  (Red Roses and Petrol) und er war wegen seienr journalistischen Arbeit bekannt. Sein zweiter Roman zentrierte in seinen Erfahrungen im sandinistischen Nicaragua der 80er Jahre. Er verfasst außerdem Balladen und Hörspiele. Er hat auch eine Nähe zur Musik. Seine Schwester Sinead ist eine der berühmtesten Sängerinnen Irlands der Gegenwart.

Dem kubanischen Publikum ist Toibin, der Autor von neun Romanen, von der Filmversion seines Textes „Brooklyn“ bekannt, eine Erzählung, am Rand eines Melodramas, bei der es um Leidenschaften und gespaltene Identität einer jungen Frau geht, die in die Vereinigten Staaten emigriert. Die Kritiker heben jedoch Besonders sein Buch „Nora Webster „hervor, das die Avatare einer irischen Familie in den 60 er Jahren widerspiegelt, mit all ihrem religiösen Druck und sozialen Rückschlägen, die von Stereotypen und Unverständis durchdrungen sind.

Der irischen Delegation gehören außerdem die Schriftsteller Lisa McInerney und Michael McCaughan und die mexikanischenÜbersetzerin und Dichterin Pura López Colomé an.

En Cuba la literatura de esa nación cuenta con referentes importantes como James Joyce y Samuel Beckett. Como parte de los planes editoriales impulsados por la Revolución en su primera década fue publicado el monólogo interior del Ulysses, de Joyce, y un espléndido tomo de teatro irlandés del siglo XX.