OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Die kubanischen Mitarbeiter der Henry Reeve Brigade, die an der Bekämpfung des Ebola-Virus in Westafrika beteiligt waren, wurden mit der Gedenkmedaille zum 60. Jahrestag der Revolutionären Streitkräfte geehrt Photo: Yaimí Ravelo

Sie gingen nach Afrika, um eine Schlacht gegen den Tod zu schlagen. Der Name des furchtbaren Feindes: Ebola. Sie gaben nicht auf und gewannen die Schlacht. Sie gingen mit dem Engagement derer, die selbst ihr Leben geben würden, um andere zu retten.

Zwei Jahre später wurden die kubanischen Mitarbeiter der Henry Reeve Brigade, die an der Bekämpfung des Ebola-Virus in Westafrika beteiligt waren, am gleichen Ort, von dem sie im Oktober 2014 aufgebrochen waren, in der Zentraleinheit der medizinischen Zusammenarbeit, mit der Gedenkmedaille zum 60. Jahrestag der Revolutionären Streitkräfte geehrt, die der Staatsrat der Republik Kuba vergibt.

„Das medizinische Personal, das überall hingeht, um Leben zu retten, selbst auf die Gefahr, das eigene zu verlieren, ist das beste Beispiel für die Solidarität, die Menschen bieten können, vor allem, wenn der Einsatz nicht durch materielle Interessen motiviert ist“, schrieb Fidel in seinen Reflexionen, als die 256 kubanischen Gesundheitsexperten nach Sierra Leone, Guinea Conakry und Liberia aufbrachen. An diese Worte erinnerte während der Preisverleihung die stellvertretende Gesundheitsministerin Marcia Cobas Ruiz.

„Mit dem Siegeswillen der 82 Männer, die mit der Yacht Granma die kubanische Küste erreichten, und derjenigen, die in der Sierra kämpften und siegreich in Havanna einmarschierten, bekräftigte die Armee der weißen Kittel, dass sie jeden Kampf mit der Überzeugung antritt, dass es möglich war, ist und sein wird, zu kämpfen und zu siegen“, sagte die stellvertretende Ministerin.

Bei der Ehrung unter dem Vorsitz von Gesundheitsminister Roberto Morales Ojeda, Mitglied des Politbüros, und Generalmajor Elfre Pérez Zaldivar, Leiter der Abteilung Logistik des Ministeriums der Revolutionären Streitkräfte, sowie weiterer MINSAP-Beamten und FAR-Offizieren wurde auch eine Stätte zur Ehrung der 291 Fachleute des Gesundheitswesens eingeweiht, die in den mehr als 50 Jahre der Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich verstorben sind.

„Niemals vorher war ein kubanisches medizinisches Kontingent an einen Ort der Welt zu solch einer riskanten Aufgabe mit potenzieller Gefahr für das Leben aufgebrochen“, sagte Dr. Felipe Delgado Bustillo, ein Mitglied der Henry Reeve Brigade in Sierra Leone, im Namen der Ausgezeichneten.

„Diese Medaille wird von den Mitgliedern der Henry Reeve Brigade mit Stolz getragen werden und wir danken der Revolution dafür, dass sie uns diese ehrenvolle Aufgabe gegeben hat, dass sie das Vertrauen in uns hatte, sie zu erfüllen“, fügte er hinzu und bekräftigte das Engagement der Ärzte, die Errungenschaften zu bewahren und unsere Solidarität und den Einsatz für die gerechte Sache der Völker fortzusetzen.

Emiliano Sosa de la Cruz, Kinderarzt in Segundo Frente, Provinz Santiago de Cuba, bekräftigt Granma gegenüber, dass Sierra Leone eine komplexe Aufgabe war. „Wir gingen mit der Absicht, die Epidemie zu bekämpfen, und obwohl wir nicht wussten, was uns genau erwartete, taten wir es mit all dem Willen und dem Humanismus, die den kubanischen Arzt charakterisieren. Es war eine großartige Erfahrung, von der uns die Dankbarkeit derer bleibt, denen wir das Leben gerettet haben, das Lächeln, das wir zurückgegeben haben“, sagte er.

„Aber es bleibt auch die Trauer um die, die nicht gerettet werden konnten, weil sie schon in einem zu schlechten Gesundheitszustand zu uns kamen.“

Denn außer an Ebola litten sie unter Unterernährung, AIDS, Tuberkulose, Malaria ... „Wir haben eine Spur in den betroffenen afrikanischen Völkern hinterlassen, die zeigt, dass das kubanische Brudervolk sie nicht allein gelassen hat. Wir blieben bis zum Ende und besiegten die Epidemie“, hob er hervor.

„Von dieser Mission nehme ich gute Erinnerungen und einige nicht so gute mit“, sagte Víctor Lázaro Guerra Viera, Diplom-Krankenpfleger aus der Provinz Pinar del Río, unserer Zeitung.

„Dort haben wir einen Mitarbeiter verloren, das hat uns sehr mitgenommen, es war ein sehr schwieriger Moment. Als wir Kuba verließen, wussten wir, was wir auf uns nahmen. Wir waren uns dessen bewusst, dass der Name unseres Landes und des kubanischen Gesundheitswesens hoch gehalten werden musste.“

„Es erfüllt uns mit Stolz und Ehre, der Henry Reeve Brigade anzugehören, die im Kampf gegen Ebola teilgenommen hat.“