OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Die Generaldirektorin von CUBAEXPORT, Isabel O'Reilly, und Scott Gilbert, der Direktor von Reneo, die Muttergesellschaft von COABANA TRADING LLC unterzeichnen den Vertrag für den Export von aus Marabú hergestellter Holzkohle. Photo: Cortesía del autor

Die aus Marabú handwerklich hergestellte Holzkohle wird das erste kubanische Produkt sein, das inmitten der von Washington auferlegten Blockade gegen die auf der Insel produzierten Waren, Zugang zum US-Markt erhalten wird.

Das kubanische Unternehmen CUBAEXPORT unterzeichnete am Donnerstag einen internationalen Handelsvertrag mit der US Firma COABANA TRADING LLC für den Export der Holzkohle.

Man gehe davon aus, dass die ersten Lieferungen in der Mitte des Monats Januar erfolgen werden, sagte die Generaldirektorin von CUBAEXPORT Isabel O’ Reilly Caña. „ Zwei Container mit jeweils 20 Tonnen stehen bereit, um das Terrain zu sondieren, aber wir verfügen über viel mehr“, fügte sie hinzu.

Der vereinbarte Verkaufspreis betrage 420 Dollar pro Tonne, sagte O’Reilly, nachdem sie ausgeführt hatte, dass das Exportvolumen von Holzkohle aus Marabú in den letzten zehn Jahren im Ansteigen begriffen sei. Kuba liefert jährlich zwischen 40.000 und 80.000 Tonnen in verschiedene Länder, besonders nach Europa.

Beim Marabú handelt es sich um eine invasive Pflanze, die überall auf den Feldern der Insel weit verbreitet ist. Die Holzkohle aus Marabú gewinnt, wegen des Geschmacks, den sie dem Essen hinzufügt und dadurch, dass sie die Abholzung der Wälder verhindert, die traditionell mit dieser Art von Produktion verbunden ist, international immer mehr an Ansehen.

Scott Gilbert, der Direktor von COABANA, hob die Chancen hervor, die sich aus der Unterzeichnung dieses Vertrags ergeben. Er fügte hinzu, dass seine Vorstellungen über die Holzkohle hinausgingen und auch andere Produkte wie Honig und Kaffee beinhalten würden.

Gilbert erklärte, dass zu einer Zeit, in der die kubanischen Kooperativen das Land vom Marabú befreien, um es anderen organischen Produktionen zuzuführen, die Bürger der Vereinigten Staaten die Gelegenheit hätten, in den Genuss einer ausgezeichneten Holzkohle zu kommen.

Angesichts der Frage über das zukünftige Geschäftsklima, wenn einmal Donald Trump die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten übernommen hat, äußerte er Zuversicht, da die neue Administration diese Fortschritte und die bis jetzt unterzeichneten Vereinbarungen berücksichtigen werde. „Wenn sie wirklich an den freien Handel glaubt, ist es das, was wir tun sollten“, fügte er hinzu.

Der US-Unternnehmer ließ erkennen, dass er bereit sei, mit der nächsten Administration weiter zu arbeiten, wie er dies mit der von Barack Obama getan habe, um den Handelsaustausch zwischen beiden Ländern zu steigern.

Die Möglichkeit ,unter strengen Auflagen eine reduzierte Liste von Waren und Dienstleistungen für den US-Markt zu exportieren, ist das Ergebnis der von der Obama Regierung angenommenen Maßnahmen, die einige Aspekte der Blockade modifizierten.

Im Februar 2015 aktualisierte die US Behörde für Wirtschaftliche und Unternehmerische Angelegenheiten den Paragraphen 515.582, um eine Reihe von kubanischen Produkten einzufügen, die von den Vereinigten Staaten importiert werden könnten, immer unter der Voraussetzung, dass sie vom nicht-staatlichen Sektor stammen.

Auch wenn die Liste im April des letzten Jahres wieder aktualisiert wurde, um den Kaffee miteinzubeziehen, so fallen doch die gewaltige Mehrheit der nationalen Produkte, sowie alle   Betriebe in öffentlichem Eigentum nicht unter die Autorisierung.

Es bleibt verboten lebendige Tiere, Agrarprodukte (mit Ausnahme von Kaffee) verarbeitete Lebensmittel, Getränke, Spirituosen und Essig von Kuba zu importieren. Außerdem sind unter vielen anderenTabak und aus Tabak hergestellte Substitute, mineralische Stoffe und Produkte der chemischen Industrie und der Textilindustrie ausgeschlossen.

Auf der anderen Seite legen die gültigen Blockadegesetze strikte Bedingungen für jede Art von Transaktion fest. Kuba wurde einseitig, nach dem die Blockade ausgerufen wurde, der Status der Meistbegünstigung entzogen, ein Recht, das ihm als Gründungsstaat der Welthandelsorganisation zusteht. Daraus ergibt sich, dass jedes kubanische Produkt, das man in die USA exportieren möchte, mit den höchsten Zolltarifen belegt wird.