OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Yaimí Ravelo

Die jüngsten Auswertungen haben ergeben, dass das Klima in Kuba am Ende dieses Jahrhunderts mit einem möglichen Anstieg der mittleren Lufttemperatur bis zu 4 Grad Celsius und einem Abfall der Niederschläge in einer Größenordnung von 15 bis zu 50%,  heißer, trockener und extremer werden wird.

Das führte Dr. Tomás Gutiérrez Pérez, Klimaforscher am am Meteorologischen Institut,  in seinem Vortrag aus, den er am vorletzten Tag der Internationalen Konvention von Wissenschaft, Technologie und Innovation hielt, zu der in Havanna etwa 1000 Delegierte und Gäste aus 37 Länder zusammengekommen sind.

Er erklärte, dass die subhumide Klimazone sich weiter von der östlichen Region in den Westen des Archipels ausdehnen werde und  größerer Hitze und weniger Regen ein allgemeiner Zustand würden.

Er stellte fest, dass von der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts bis Oktober 2015 die mittlere Jahrestemperatur im Land um 0,9 Grad Celsius angestiegen ist und die durchschnittliche Mindesttemperatur um 1,9 Grad, was eine spürbare Zunahme der Menge von warmen Nächten bedeutet.

Im gleichen Zeitraum hat auch die Häufigkeit von Perioden verlängerter und intensiver Trockenheit zugenommen, vor allem ab 1961.

Nach Aussage von Dr. Tomás Gutiérrez Pérez hat man bis zum Augenblick insgesamt 35 Optionen zur Abschwächung des Klimawandels in Kuba ausgewertet, hauptsächlich im Bereich Wohnung und Wald, Energieerzeugung, Transport, Zementindustrie, Landwirtschaft, Fruchtwechsel, Produktion von Biogas und Handhabung von Abfall.

Die Wissenschaft habe eindeutig bewiesen, so sagt er, dass das menschliche Handeln die wichtigste Ursache der globalen Erwärmung sei, da es verantwortlich für den Anstieg der Konzentration der Gase sei, die seit Beginn der industriellen Revolution den Treibhauseffekt in der Atmosphäre erzeugen.