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Der Armeegeneral nahm am Treffen des Verteidigungsrats der Provinz Guantanamo teil. Photo: Estudio Revolución

GUANTANAMO – Früh am Sonntagmorgen kam der Armeegeneral und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrats Raúl Castro Ruz in der östlichsten Provinz Kubas an, um sich vor Ort über die Vorbereitungen zu informieren, die angesichts der drohenden Gefahr des Hurrikans Matthew durchgeführt werden.

In Begleitung des stellvertretenden Verteidigungsministers General Ramón Espinosa Martín nahm er an der Sitzung des Verteidigungsrats der Provinz teil, die von seinem Vorsitzenden Denny Legrá Azaharez geleitet wurde. Dieser gab über die Maßnahmen Auskunft, die entsprechend der Alarmphase des Zyklons eingeleitet wurden, in der es im wesentlichen darum geht, die Bevölkerung zu schützen und die wirtschaftlichen Schäden so weit wie möglich zu minimieren.

Er führte aus, dass bereits am Samstag eine Gruppe des Verteidungsrats der Provinz verschiedene Orte besucht habe, an denen größere Beeinträchtigungen zu erwarten sind, vor allem im Bereich der Küste, wo die Gefahr von Überschwemmungen und Meeresüberflutungen besteht.

Der Präsident des Staats- und des Ministerrats, Armeegeneral Raúl Castro informierte sich über die Maßnahmen, die unternommen werden, um die Bevölkerung Guantanamos auf dem Laufenden zu halten, die, da sie noch nicht mit einem klimatologischem Phänomen solchen Ausmaßes konfrontiert war, nicht wirklich der damit verbundenen Gefaht bewusst sei.

In dieser Richtung wurden, hauptsächlich unterstützt von den Massenkomunikationsmitteln des Gebiets, diverse Aktionen in die Praxis umgesetzt. Man erfuhr auch von der Durchführung von Sonderprogrammen, sowohl im Radio als auch im Fernsehen, als auch über die Aufstellung von Lautsprechern in den Straßen, um die Maßnahmen und Beschlüsse bekanntzugeben, von der die Bevölkerung beizeiten Kenntnis haben muss. Gleichzeitig werde immer wieder betont, wie notwendig es sei, den Anweisungen der Zivilverteidigung Folge zu leisten.

Während der Sitzung wurde unter anderem auch über den Evakuierungsprozess der Bevölkerung berichtet, innerhalb dessen vorgesehen ist über 179 000 Personen, die in Gegenden leben, die zu Erdrutschen und Überschwemmungen neigen, zu staatlichen Zentren und Wohnungen zu transportieren.

Der Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrats betonte die Notwendigkeit, die Erfahrungen, die man in ähnlichen Situationen gesammelt habe, bis aufs letzte zu nutzen. Es werde immer Unvorhergesehenes eintreten, aber die bereits einmal gemachten Erfahrungen seien nützlich, um die unterschiedlichsten Szenarien zu bewältigen.

Nach Beendigung der Sitzung besuchte der Armeegeneral die Militärische Region Guantanamo, wo der dort Verantwortliche, Brigadegeneral Luis Coureaux Navea, mögliche Beeinträchtigungen schilderte, die man bereits ausgemacht habe und über die Aktionen berichtete, die zum Schutz der menschlichen und materiellen Ressourcen durchgeführt wurden.

„Jetzt besteht die große Aufgabe darin, sich darauf vorzubereiten, um nachher den Wiederaufbau übernehmen zu können“, sagte der Armeegeneral.

Kurz darauf begab er sich zum Generalstab der Grenzbrigade, wo Oberst Erasmo Méndez Fernández, der Leiter dieser militärischen Einheit, über die wichtigsten Beeinträchtigungen sprach, zu denen es kommen könne. Er berichtete auch über die Maßnahmen, die zur Evakuierung des Personals, der Waffen und der technischen Ausrüstung getroffen wurden.

BEGLEITEN, ORIENTIERUNG GEBEN UND HELFEN

Gleichzeitig zu diesen Aktivitäten teilten sich die Minister für Transport, Energie und Bergbau, für Bauwesen, für Kommunikation, für Landwirtschaft und Binnenhandel sowie die Präsidentin der Nationalen Instituts für Hydraulische Ressourcen und der stellvertretende Gesundheitsminister in zwei Arbeitsgruppen auf, um die Verteidigungsräte der Provinzen Granma und Guatanamo zu begleiten, ihnen Orientierung zu geben und zu helfen.

Bei dem Treffen am Vorabend, das in Guaso stattgefunden hatte, wurden die dort anwesenden Verantwortlichen über die aktuelle Lage informiert und ihnen wurden die Details zu den getroffenen Maßnahmen der unterschiedlich Arbeitsuntergruppen beider Provinzen bekanntgegeben.

Nach einem Besuch verschiedener Einrichtungen gab die Ministerin für Binnenhandel Mary Blanca Ortega Barredo vor der Presse ihre Einschätzung wieder und sagte, dass die bestätigen könne, dass die Grundversorgung für die Bevölkerung garantiert sei und dass man bereits tags zuvor, am 1. Oktober, mit dem Verkauf begonnen habe und die Geschäftszeiten so ausgedehnt würden, dass die gesamte Bevölkerung sich versorgen könne.

Sie fügte hinzu, dass es außerdem gelungen sei, den Gesamtbestand an Baumaterial sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel aufzulisten, was es ermögliche, über reale Zahlen zu verfügen und sofort in Aktion treten zu können, wenn die Wiederaufbauphase angeordnet werde.

Der Minister für Energie und Bergbau Alfredo López Valdés sagte, dass nach Hurrikan Sandy im Jahr 2012 in den Provinzen Guantanamo und Granma elektrische Subsysteme etabliert worden seien, also Stromerzeuger, die vom nationalen Stromnetz isoliert sind und deshalb sofort, wenn das Netz es zulasse, ihre Dienste anbieten könnten, was einen großen Vorteil darstelle.