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Der tropische Sturm Matthew gewinnt weiter an Organisation und Intensität und verwandelte sich gestern in einen Hurrikan der Kategorie 1 auf der Saffir-Simpson Skala mit Winden einer Höchtsgeschwindigkeit von 120 km in der Stunde, während sein zentraler Mindestdruck auf 993 Hektopascal fiel.

Um 18 Uhr am Donnerstag befand er sich bei 14,1 Grad nördlicher Breite und 68,1 Grad westlicher Länge, etwa 530 km südsüdöstlich von San Juan, Puerto Rico. Er bewegt sich westlich mit 28 km pro Stunde auf das zentrale Karibische Meer zu.

Wie Dr. José Rubiera vom Prognostischen Zentrum des Meteorologischen Instituts ausführte, geht die Mehrzahl der möglichen Modelle davon aus, dass Hurrikan Matthew sich in den nächsten 24 bis 48 Stunden weiter in die gleiche Richtung fortbewegt, seine Geschwindigkeit verringert und wahrscheinlich ab Samstag eine Nordostdrehung und schließlich eine Norddrehung vornehmen wird. Gleichzeitig wird er in diesem Zeitraum stärker werden.

Wenn die vorhergesehene Route eingehalten wird, könnte der Zyklon am Montag und Dienstag direkt die östlichen Provinzen heimsuchen, weswegen die Bewohner dieser Region der weiteren Entwicklung von Matthew besondere Aufmerksamkeit schenken müssen, der sich bereits in eine ernste Gefahr für Kuba verwandelt hat.

Rubiera erklärte weiter, dass abhängig von derStruktur und der Bewegung der atmosphärischen Systeme, die die brüske Richtungsänderung bedingen, diese etwas mehr nach Westen verlaufen könne, aber dies könne man erst am Ende der Woche sagen, wenn man mehr Elemente zur Verfügung habe, um klarer die Zone vorhersagen zu können, wo er auf kubanisches Gebiet trifft.