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SANTA CLARA — In Kuba sollen noch vor 2017 fünf Wasserentsalzungsanlagen errichtet werden. Die erste davon wird noch vor Ende diesen Jahres in der Nähe der Bucht Boca de Cabaña entstehen, die sich etwa 20 Kilometer von Santiago de Cuba befindet und an der zum Strand Mar Verde führenden Landstraße liegt.

„Es handelt sich um ein Projekt zur Abschwächung der Auswirkungen der intensiven Dürre, unter der das Land in den letzten Jahren gelitten hat“, sagte Inés María Chapman, Vorsitzende des Nationalinstituts für Wasserressourcen (INRH), die das hier existierende Potenzial hervorhob, um Meerwasser in Wasser zu verwandeln, das für den menschlichen, häuslichen und industriellen Verbrauch geeignet ist.

Sie fügte hinzu, dass außer der Anlage in der Provinz Santiago de Cuba, die ein Leistungsvermögen für die Entsalzung von 50 Liter Wasser pro Sekunde haben wird, weitere vier vorgesehen sind. Diese sollen in den kleinen Inseln entstehen, die nördlich vor Villa Clara und Ciego de Avila liegen, sowie in Cayo Largo del Sur und Isla de la Juventud, was der Entwicklung des Tourismus in diesen Gebieten förderlich sein wird.

Sie stellte ebenso fest, dass diese Initiative Teil eines Programms darstellt, das auf die Absicherung der Wasserversorgung in jenen Gebieten gerichtet ist, zu denen der Zugang mit Wasserrohren sehr schwierig wäre und es somit sehr kostenaufwendig ist, das Wasser über herkömmliche Wege zuzuführen.

„Die Leistungsfähigkeit dieser ersten Anlagen variiert je nach den Anforderungen der zu versorgenden Einrichtungen“, sagte die Vorsitzende des INRH, die versicherte, dass dies nicht die einzigen sein werden, da in Zukunft weitere in verschiedenen Orten Kubas vorgesehen sind.

„Diese Investition ist Teil eines weiter gefassten Programms zur besseren Wassernutzung“, erklärte Inés María Chapman, die in diesem Sinne neben anderen Ideen die Erneuerung von mehreren Kilometern der Versorgungsnetze, die Aufdeckung und Beseitigung von Austrittsstellen und die Förderung modernerer Techniken in den Beregnungssystemen der Landwirtschaft erwähnte.