OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Eine Vertretung von Gründungsmitgliedern des FMC gestaltet die Veranstaltungen, die in den Tagen vor dem 56. Jahrestag stattfinden, mit Ehrungen und Anekdoten aus der Geschichte der Organisation. Photo: Jose M. Correa

In groben Zügen zwar, aber ohne die bedeutendsten Momente einer Organisation zu vergessen, wurde von den Gründerinnen des Kubanischen Frauenverbandes (FMC) die Geschichte einer Organisation dargestellt, die in wenigen Tagen 56 Jahre alt wird. Man kam am gestrigen Tag im Sitz des FMC zusammen, um Erinnerungen und Emotionen wieder aufleben zu lassen.

„Die Eingliederung der Frau ins Arbeitsleben und ins öffentliche Leben des Landes von den ersten Jahren der Revolution an, ihre Einfügung in so schwierige Bereiche wie die Zuckerproduktion und die Ausbildung der Frauen auf dem Land, die Qualifikation der Frau und ihr Vordringen in alle Ebenen der Gesellschaft sind die wichtigsten Ziele gewesen, die zu erreichen unsere Organisation aktiv beteiligt war“, unterstrich Mercedes Albuquerque, die zu dieser ersten Generation gehörte, die die Arbeit des Verbandes leitete.

Die Erinnerung an die ersten Tage des FMC beinhaltete die Analyse, wie sich der Integrationsprozess der verschiedenen Frauenorganisationen, die beim Sieg der Revolution existierten, entwickelte, die Anerkennung der Rolle, die die Sozialistische Volkspartei einnahm, um die Einheit dieses Gremiums zu erreichen, die Auswirkung der auf Integration und Einheit beruhenden Konzeption des Comandante en Jefe Fidel Castro und die beispiellose Führung durch Vilma Espín.

Das Mitglied des Politbüros und Generalsekretärin des FMC, Teresa Amerelle Boué, stellte Betrachtungen zum schwierigen soziopolitischen Kontext an, der den Beginn der revolutionären Periode kennzeichnete, als man dazu aufrief, die Zukunft der Frau von einer Organisation aus zu begreifen, die die Stimmen und Anstrengungen der neuen im Aufbau begriffenen Gesellschaft zusammenfasste.

Die Frauen, die an dieser Gedenkveranstaltung teilnahmen, blicken alle auf eine Zeit der Opfer und der leidenschaftlichen Arbeit zurück und erkennen, dass sie Teil eines humanistischen Projekts gewesen sind – „einer Revolution innerhalb der Revolution“- die auf solider Grundlage gefestigt wurde und an der viele beteilgt waren, die heute nicht mehr unter uns sind.

Carmen del Busto nannte Namen, die „es verdienen in Erinnerung behalten zu werden, bei denen es unverzeihlich wäre, sie in diesen Tagen zu übergehen“. Sie seien revolutionäre Kämpferinnen gewesen, Verteidigerinnen ihres Glaubens und ihrer Verpflichtung dem Vaterland gegenüber, gebildet, mit avantgardististischem Denken, „Wurzeln eines dicht belaubten Baumes“.

In diesem Sinne unterstrich auch die Brigadegeneralin Delsa Esther Puebla die Kontinuität dieses Baumes, der die Organisation darstellt, in den neuen Ausdrucksformen ihrer Arbeit, in der Neudefinierung von der Basis aus und ausgehend von den Gemeinden, wo sich eine ihrer zentralen Aufgabenbereiche befinde und von wo sich ihre Daseinsberechtigung ableite: die Familie.