
Die Gespräche über gegenseitige Kompensationen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten als Teil des Normalisierungsprozesses der bilateralen Beziehungen befinden sich in einer Anfangsphase und weisen eine hohe politische, technische und juristische Komplexität auf, sagte der stellvertretende Außennminister Abelardo Moreno.
Bei einer Pressekonferenz im Außenministerium sagte er, dass seitdem mit dem Sieg der Revolution die Gesetze zu Verstaatlichung erlassen wurden, der kubanische Staat immer den Willen gezeigt habe, die ausländischen Personen und Unternehmen zu entschädigen.
In diesem Sinne habe man Übereinkünfte über vom kubanischen Staat nationalisiertes Eigentum mit Kanada und fünf europäischen Ländern erreicht. Mit den Vereinigten Saaten war vorgesehen, diese Entschädigung in festgelegten Raten zu bezahlen, aber die Handlungen der Regierung dieses Landes habe die Ausführung des Plans verhindert.
Moreno leitete die kubanische Delegation beim zweiten informativen Treffen zu diesem Thema zwischen Vertretern Washingtons und Havannas am 28. Juli in der Hauptstadt der USA.
Er führte aus, dass bei diesem Treffen, das sich an das erste angeschlossen habe, das im Dzember 2015 in Kuba stattfand, die Delegationen Informationen über den Prozess der Forderungen der beiden Länder ausgetauscht hätten, besonders was die juristischen und charakteristischen Grundlagen angehe.
Man habe noch nicht über die Verhandlungen in dieser Angelegenheit entschieden, aber der Autausch werde in den nächsten Monaten fortgesetzt.
Moreno sagte weiter, das ein Gespräch wie dieses viele Elemente enthalte, die mit den Auswirkungen der von den USA gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade in Verbindung stünden.
Er betonte, dass die kubanische Position bei diesen Treffen auf den Forderungen an die Regierung der Vereinigten Staaten aus den Jahren 1999 und 2000 basiere.
Der Betrag, der von kubanischen Gerichten festgelegt wurde, belaufe sich auf 300 Milliarden Dollar.
Die Forderungen des kubanischen Volkes seien nicht verhandelbar, weil sie kubanischen Gerichten vorgelegt wurden. Es seien Gerichtsentscheidungen, die erfüllt werden müssten, sagte Moreno und er fügte hinzu, dass die Bedingungen geschaffen worden seien, den Informationsprozess fortzuführen.
Die Forderungen Washingtons sind von der Kommission zur Abwicklung von Forderungen aus dem Ausland (FCSC) beglaubigt, die zum Justizministerium gehört.
Sie ist eine Schiedsstelle für Rechtsstreitigkeiten mit ausländischen Regierungen und für die Liquidationen von ausländischen US- Gütern.





