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Die Anwendung beider Technologien hilft bei der Einsparung von Wasser und der Erhöhung der Erträge. Photo: Ronald Suárez Rivas

Die Anwendung beider Technologien hilft bei der Einsparung von Wasser und der Erhöhung der Erträge. Foto:Ronald Suárez Rivas

PINAR DEL RÍO – Um den Wasserverbrauch zu verringern und die Erträge beim Reisanbau zu steigern, arbeitet das Agrarindustrieunternehmen für Getreide „Los Palacios“ seit einigen Wochen an der Nivellierung der Böden durch den Einsatz von Laser Technologie und GPS.

Der Generaldirektor des Unternehmens Yoel Ribet sagte, man habe bereits vor Jahren beim Reis mit Laser gearbeitet, aber wegen nicht einsatzfähiger Ausrüstung dies aufgeben müssen.

Was die GPS Methode angeht, sagte er, dass man sie versuchsweise anwende, um diese Technik auszuwerten und um zu sehen, ob man sie auch im Rest des Landes einsetzen könne.

Sie ermögliche in relativ kurzer Zeit topographische Erhöhungen und die Beschaffenheit der Felder zu erkennen und auch die Möglichkeit, Maßnahmen zur Nivellierung durchzuführen.

Es handle sich hierbei um eine Neuerung, mit der man nach und nach, in immer kürzerer Zeit, eine große Präzision erreichen könne.

„Zum Beispiel ist es an einem Morgen möglich, die topographische Erhebung und den Zuschnitt eines Feldes von 100 Hektar durchzuführen. Mit der Lasermethode benötigt ein dafür ausgebildetes Team für das gleiche Feld über einen Monat“, sagte er.

Auch wenn es sich dabei um eine kostspieligere Technologie handle, werde sich, wenn man die Ergebisse betrachtet, die Investition in kurzer Zeit ausgezahlt haben.

„Es ist noch zu früh konkrete Ziffern zu nennen, aber wenn man bedenkt, dass wir heute mit einer Wasserschicht von etwa zehn Zentimeter arbeiten und man sie mit dieser Technologie auf fünf Zentimeter reduzieren kann, könnten wir etwa 30% Wasser einsparen.

Auf der anderen Seite, was die Erträge angeht, gehen wir davon aus, dass man pro Hektar zwischen einer und zwei Tonnen mehr als bisher erzielen können“, fügte er hinzu.

Der Direktor des drittgrößten Reisproduzenten des Landes wies darauf hin, dass das Thema der Nivellierung lebenswichtig für den Reisanbau sei. „Ohne sie, gibt es keine Ergebnisse“, sagte er.

Bis zum Augenblick habe man den Zuschnitt und die Nivellierung von etwa 150 Hektar abgeschlossen und man geht davon aus, dass man bis Ende des Jahres 500 Hektar bearbeitet habe.

„Im Jahr 2016 werden wir wegen der großen Wichtigkeit dieses Programms auf dem Gebiet der Samenproduktion arbeiten. Ab nächstes Jahr werden wir uns auf die anderen Zonen des Unternehmens ausdehnen. Die Idee ist zunächst zu den Feldern zu gehen, die die schlechteste Topographie aufweisen, weil dort die Auswirkungen am größten sein werden.“