OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

„Es ist angenehm zu sehen, was die nationale Industrie macht und zu sehen, dass es wichtige Unternehmen gibt, die interessiert daran sind, Beziehungen und langfristige Entwicklungsprojekte mit unserem Land zu unterhalten“.

Dies sagte an diesem Donnerstag gegenüber der Presse Marino Mu­rillo Jorge, Mitglied des Politbüros, Vizepräsident des Ministerrates und Minister für Wirtschaft und Planung, im Rahmen der Zweiten Konvention und Internationalen Ausstellung CubaIndustria 2016, die seit dem vergangenen Montag in Havanna tagt.

„Hier sieht man den Willen der ausländischen Unternehmer, nicht nur, uns ihre Produkte zu verkaufen, sondern sich einzubringen, was uns größere Entwicklungsmöglichkeiten bieten würde. Das muss unser Ziel sein: sie in Kuba einzubinden“, führte er an.

„Es geht nicht darum, dass die Leute auf eine Messe kommen, um uns ihre Ausrüstungen zu verkaufen“, sagte er weiter. „Wir müssen Partner suchen, die auch bereit sind, unsere Industrie umzugestalten, und all diese Ausrüstungen nach und nach in die Produktion des Landes zu übernehmen“.

Murillo Jorge tauschte sich während seines Besuches auf dem Messegelände von Pabexpo mit zahlreichen kubanischen und ausländischen Ausstellern aus.

Ángela Franco, Vorsitzende der Hispanischen Handelskammer des US-amerikanischen Bundesstaates Washington DC, eine Einrichtung, die erstmalig an CubaIndustria teilnimmt, hob hervor, dass das Treffen viele der Gebiete behandelt, die für das Funktionieren der Wirtschaft eines Landes vonnöten sind.

„Ich bin vollkommen überzeugt davon, dass es ab jetzt viele Gelegenheiten des Austauschs zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten geben wird, denn das ist der Moment der Suche, der Aufnahme von Beziehungen, des Verstehens, welche Investitionsmöglichkeiten es gibt“, erklärte sie.

Sie fügte hinzu, dass in jeglicher bilateralen Beziehung, wenn sie positiv sein soll, es beiderseitigen Nutzen geben muss. „In diesem Falle“, sagte sie, „sehe ich Vorteile sowohl für das eine als auch für das andere Land, denn wir müssen uns gegenseitig viel zeigen, sowohl vom wirtschaftlichen Standpunkt aus als auch der Werte und sozialen Verantwortung“.