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PINAR DEL RÍO – Nach vier Tagen anhaltenden Regens, Folge des Tropensturms Colin, meldet Pinar del Río Überschwemmungen, Hunderte von Störungen im elektrischen System und Schäden in der Landwirtschaft, die sich noch verstärken werden

Daten des meteorologischen Zentrums der Provinz zufolge überstiegen an einigen Orten wie San Juan und Martínez die Niederschlagsmengen die 200 Millimeter-Marke innerhalb von 24 Stunden. Andere wie La Ceniza oder Paso Real de San Diego brachten es auf über 100 mm.

Über die Ufer tretende Flüsse, die das Fortkommen auf einigen Wegen wie der Landstraße bei La Coloma oder der Panamerikana abschnitten, und unter Wasser stehende Felder waren der gemeinsame Nenner in weiten Bereichen der Geografie Pinar del Ríos.

Obwohl Spezialisten auf dem Gebiet Wasserressourcen versichern, dass die Talsperren (zur Zeit erst bei 54 % ihrer Kapazität) all den Regen aufnehmen können, hat die Provinzbehörde, eingedenk des Sättigungsgrades des Bodens, zur Wachsamkeit aufgerufen – vor allem in den niedrig gelegenen und für Überschwemmungen anfälligen Zonen, so in einigen Sektoren der Provinzhauptstadt, wo bereits Maßnahmen ergriffen worden sind, die Bevölkerung, wenn nötig, evakuieren zu können.

Gladys Martínez Verdecia, Erste Parteisekretärin in Vueltabajo, betonte auf einem Treffen mit Leitern der wichtigsten Organismen der Gegend, dass der Schutz der Menschen und der Erhalt von Wirtschaftsgütern vorrangig sei.

„Bei uns haben sich bemerkenswerte Niederschlagsmengen angesammelt, die uns dazu zwingen, auf der Höhe der Situation zu sein und die Informationen einzubeziehen, die uns die entsprechenden Zentren zur Risikominimierung und Frühwarnung liefern“, sagte sie.

Bis gestern Nachmittag hat es in der Provinz mehr als 270 Stromunterbrechungen, sechs von ihnen in Hauptleitungen, mit 6.772 Betroffenen gegeben. Außerdem stehen, mit dem bloßen Auge erkennbar, in Niedrigzonen der Bezirke Consolación del Sur, Pinar del Río und San Luis Plantagen mit unterschiedlichen Nutzpflanzen unter Wasser und Landwirtschaftsexperten warnen vor Auswirkungen, deren Größe man aber erst beurteilen könne, wenn es zu regnen aufhöre.