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Gabriela de la Caridad hob die Nützlichkeit des Interessenkreises über Landwirtschaft hervor. FOTO: Roberto Ruiz

Überall Kinder, die aber eher als die Miniaturausgabe von Erwachsenen erscheinen, wenn sie dabei sind den Blutdruck zu messen, Süßigkeiten vorzubereiten, die Qualität des Honigs zu überprüfen, die Allerkleinsten in einer nachgemachten Kita zu betreuen... Das war der Internationale Kindertag. Und es war außerdem die Gelegenheit in Kuba die dritte Auflage der Nationalen Ausstellung der Interessenzirkel einzuweihen, ein gigantisches Fest, bei dem das aufgeregte Stimmengewirr, das ansteckende Lachen, Musik und Tanz nicht fehlten.

Während der nächsten vier Tage wird der Zentrale Palast der Pioniere Ernesto Che Guevara im Lenin Park der Hauptstadt der Ort sein, an dem die Initiativen von 567 Pionieren, die zu 117 Schulen aus allen Provinzen des Landes gehören, unter dem martianischen Leitspruch „Der Mensch wächst durch die Arbeit, die durch seine Hand entsteht“ ausgestellt werden.

Augenblicke vor der Eröffnung, an der die Ministerin für Erziehung Ena Elsa Velázquez teilnahm, erklärte der Pionier Enmanuel Oliva Court von der Elena Fuents López schule in Guantanamo, in die Uniform eines Alphabetisators gekleidet, dass er gerne Lehrer für Kinder werden würde, die eine besondere Förderung benötigten, „ein Beruf, der viel Zärtlichkeit erfordert und der erreichen möchte, dass die Kinder, die besonders gefördert werden müssen, nachher, entsprechend ihren Möglichkeiten, unabhängig leben können“.

Umgeben von diversen ausgestopften Meerestierarten, bei denen die Stachellanguste, das Krokodil, ein Seestern und die Schwämme besonders hervorstachen, erklärte der 12 – jährige Pablo Adrián Linares Pérez von einer Schule in Arroyo Naranjo, dass sein Interessenkreis über Fische zu eine praktische Möglichkeit biete, seine Kenntnisse über Meeresbiologie anzuwenden, eine Laufbahn, die er gern einmal einschlagen würde.

Foto: Roberto Ruiz

Die Schülerinnen Gabriela Urra und Orilla Pérez Pacheco aus einer Schule der Hauptstadt, gestanden, dass sie die Kenntnisse über Apikultur in den Bienenstöcken der Fincas erworben haben, die ihrer Familie gehören. Vor allem wüssten sie viel darüber, wie man die Bienen vor Kranheiten und Seuchen schützt.

Der Garten um das Haus der 11-jährigen Gabriela de la Caridad in Trinidad ist dank der Leidenschaft für die Landwirtschaft, die in der Schule geformt wurde, voller Guyaba, Avocados und Bananen, die sie zusammen mit ihrer Großmutter gepflanzt hat.

Zu der Beredsamkeit der Kleinen, die vor der Eröffnung mit viel Eifer ihre Liebe zu bestimmten Berufen kundtaten, fehlte nicht die Anspielung auf den Internationalen Tag der Kinder und den 90. Geburtstag des Comandante en Jefe Fidel Castro, denen diese Ausstelung gewidmet ist.

Die Vizeministerin für Erziehung, Margarita Mc Pherson Sayú rief die Aussteller der 180 vertretenen Interessenkreise dazu auf, die Kenntnisse der Kinder und ihrer Familien über den Beruf, die Zukunft und die Orientierung bei der Entscheidung für ihr Lebensprojekt und eine gesunde Art der Freizeigestaltung auszuformen und sie wies darauf hin, dass diese Veranstaltung ein Beweis dafür sei, dass man großen Wert auf die Entwicklung einer integralen Bildung lege.

Sie sagte weiter, dass die Tatsache, dass 20 Organe der Zentralen Staatsverwaltung mit 135 Fachgebieten in der Ausstellung vertreten seien und die Verantwortlichkeit, mit der die Schüler lernen, während sie sich gleichzeitig vergnügen und beim Spiel lernen, sei eine Pädagogik, die dazu führen soll, dass die Schüler sich mit den Berufen identifizieren, für die in Kuba die höchste Nachfrage bestehe.

Die Ausstellung ist von 9 Uhr bis 16 Uhr für das Publikum geöffnet und bietet Familien mit ihren Kindern die Möglichkeit ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, an kulturellen und sportlichen Aktivitäten teilzunehmen und Bücher, Pflanzen, Fische und Nahrungsmittel zu kaufen.