OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Jose M. Correa

In dem Jahr, an dem der 55. Jahrestag der Alphabetisierungskampagne begangen wird und und es 55 Jahre her ist, dass Kuba zum Territorium frei von Analphabetismus erklärt wurde, führen die kubanischen Lehrer auf allen Plätzen des Landes den Aufmarsch zum 1. Mai an.

„Dies ist eine Anerkennung der Gewerkschaftsbewegung für den gesellschaftlichen Bereich, der dieser großen Tat am nächsten gestanden hat“, sagte der Generalsekretär der Gewerkschaft für Erziehung, Wissenschaft und Sport, Ismael Drullet Pérez. Er betonte jedoch, dass „die Alphabetisierungskampagne erfolgreich war, weil das ganze Volk daran beteiligt war, die Hausfrauen, die Arbeiter..., so dass das Erbe allen zukommt, nicht nur dem Erziehungsbereich. Kuba hatte sich in eine große Schule verwandelt und seine Kinder in Lehrer“.

Unter den Herausforderungen, denen seine Organisation gegenübersteht, nannte Drullet Pérez die Wichtigkeit, nicht nur Fachleute herauszubilden, sondern auch die Verantwortung, ganzheitliche Bürger zu formen, die über humanistische Qualitäten verfügen, besonders was die politisch-ideologische Auseinandersetzung angehe.

„ Man erreicht dies nur, wenn die Lehrer die Herausforderung annehmen, diesen neuen Menschen zu formen“, sagte er.

Auf die größten Probleme der Beschäftigten im Erziehungsbereich angesprochen, erwähnte der Generalsekretär dieser Gewerkschaft die Arbeitsbedingungen, die, auch wenn sie sich verbessert hätten, immer noch Sorgen bereiten würden. „Wir sind in einem wichtigen Bereich wie dem der Kommunikation weitergekommen, wobei das Erziehungsministerium, besonders was den Dialog mit dem Lehrpersonal angeht, eine wichtige Rolle gespielt hat. Die Frage der Bezahlung und der ständigen Weiterbildung seien weitere Punkte, die die Beschäftigten bewegen.

„Wir müssen einen allumfassend vorbereiteten, engagierten Lehrer bekommen, der angesehen ist und dem man zuhört. Das sind einige unserer größten Herausforderungen“.