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An der Eröffnung nahm auch der erste Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz –Canel Bermúdez teil. Photo: Jose M. Correa

„Die Vorstellung einer sich erneuernden Universität betont die Notwendigkeit, Einrichtungen zu schaffen, die in der Lage sind, sich permanent umzugestalten, die fähig sind, den großen Herausforderungen unserer Zeit und unserer Gesellschaften gerecht zu werden“, sagte der Minister für Hochschulerziehung Rodolfo Alarcón Ortiz bei der Eröffnung des X. Internationalen Kongresses Universität 2016, der am Montag im Karl Marx Theater in Havanna begann und an der auch der erste Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz –Canel Bermúdez anwesend war.

Unter dem Titel „Sich Erneuernde Universität für eine nachhaltige menschliche Entwicklung mit Blick auf 2030“, legte Alarcón Ortiz in seinem Vortrag das Muster fest, mit dem dieses Konzept von einer umfassenderen Sicht und gemäß den Zielen einer menschlichen und nachhaltigen Entwicklung verstanden werden muss, die einer neoliberalen Logik entgegengesetzt ist, die die Universität als eine Institution ansieht, die „aus dem Wissen Kapital schlagen und Geschäfte machen möchte“.

Jedoch, so sagte er „ist die sich erneuernde Universität in einer permanenten Umwandlung begriffen, die zu einer Bereicherung des Leitungsmodells führen soll, damit sie besser ihre soziale Funktion mittels der Synergie von Bildung und Forschung und der Ausweitung des universitären Bereiches, der immer mit der Gesellschaft verbunden sein muss, erfüllen kann.“

Daraus ergeben sich, so sagte der Minister, Hauptforderungen wie die, systematisch die Lehrpläne, die Formen der Lehre, die Bewertungsmethoden, die Eingliederung der Technologie, die Demokratisierung des universitären Lebens und das Überschreiten der Grenzen der Fakultäten zu fördern. Er betonte, dass dies nicht eine rein technische Frage sei, sondern dass dies die Bildung von Staatsbürgern erforderlich mache, die sich ihren Gesellschaften verpflichtet fühlten und bereit seien, ihr ganzes Leben lang zu lernen.

Unter dieser Prämisse wird sich der Kongress Universität 2016 entwickeln, ausgehend von den eingegangenen und vom wissenschaftlichen Komitee ausgewerteten 3.700 Referaten, von denen schließlich 2.100 ausgewählt wurden. Außerdem beinhaltet die Konferenz Vorträge von Frei, Betto, Atilio Borón, Ignacio Ramonet und dem Friedensnobelpreisträger und ehemaligen Präsidenten von Ost-Timor, José Manuel Ramos-Horta.