OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Der illegale Marinestützpunkt in Guantanamo, der älteste von mehr als 600, die die USA auf der ganzen Welt unterhalten, wurde durch die Regierung von W. Bush in ein Gefängnis und Folterzentrum umgewandelt

GUANTANAMO – „Heute, wie nie zuvor seit dessen Gründung vor 65 Jahren, steht der Weltfriedensrat vor der Herausforderung, die Aktionen für den weltweiten Frieden und die Souveränität der Völker auszuweiten, die sich im Ergebnis militärischer Konflikte immer stärker mit ihrer Zerstörung konfrontiert sehen“.

Dies sagte José Ramón Balaguer Cabrera, Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Leiter der Abteilung für Internationale Beziehungen, in einer besonderen Ansprache am Tag der Eröffnung des Vierten Internationalen Seminars für Frieden und Abschaffung ausländischer Militärstützpunkte, das bis zum Mittwoch in dieser Stadt tagt.

Balaguer Cabrera hob hervor, dass das Event inmitten einer sehr komplizierten internationalen Situation stattfindet, die von Kriegen, Terroranschlägen und Regierungschaos in vielen Teilen der Welt gekennzeichnet ist, wie in Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien, wo die Auswirkungen der auf die Weltherrschaft ausgerichteten Interventionspolitik des Imperialismus in ihrer ganzen Härte zutage treten.

Mit Bezug auf den illegalen Marinestützpunkt in Guantanamo sagte er, dass diese Enklave, die älteste der über 600, die die USA über die ganze Welt verstreut unterhalten (76 davon in Lateinamerika und der Karibik), durch die Regierung von W. Bush zum Gefängnis und Folterzentrum umgewandelt wurde, einer wahren Schande für die imperialistische Regierung, die sich selbst als Verfechter der Menschenrechte bezeichnet.

Am ersten Tag des Vierten Internationalen Seminars für Frieden und Abschaffung ausländischer Militärstützpunkte waren Denny Legra Azahares, Erster Sekretär der Partei in Guantanamo, sowie Fernando Gonzalez, Held der Republik Kuba, zugegen.

Das Event begann mit einem Grußwort von Silvio Platero, Präsident der kubanischen Bewegung für Frieden und Souveränität der Völker, an die mehr als 200 Teilnehmer, und fuhr fort mit der Ansprache der Brasilianerin Maria do Socorro Gomes, Präsidentin des Weltfriedensrates.

Nun, da Obama selbst das Scheitern der Politik des Drucks und der Einschüchterung gegenüber Kuba eingestanden habe, bestehe die aktuelle Herausforderung der weltweiten Friedensbewegung in der Verstärkung des Kampfes gegen die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade (die dem kubanischen Volk millionenfache Verluste gebracht hat) und um die Rückgabe des Gebietes, das der illegale Militärstützpunkt von Guantanamo einnimmt, sagte die Präsidentin des Weltfriedensrates.

Am Vormittag sprach ebenso Nancy Acosta Hernandez, Regierungspräsidentin der Provinz, die eine Charakterisierung des Territoriums vornahm. Desgleichen wurden die ersten beiden Vorträge von Dr. Manuel Carbonell, Mitarbeiter der Weltfriedensbewegung, und Edgar Ponce Iturriaga, Botschafter Ecuadors in Kuba, gehalten.

Am Nachmittag gab es weitere Referate, darunter das der US- Amerikanerin Ann Wright, die berichtete, dass im Gefängnis, das auf dem illegalen Marinestützpunkt Guantánamo installiert ist, sich noch immer 107 Gefangene befinden, von denen 46 ohne jegliche Anklage auf unbestimmte Zeit eingekerkert sind.