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Die Schnelligkeit bei der Ausführung der Bauarbeiten in der Hauptstadt zeichnet die Arbeit von Epromap aus, ein Unternehmen, das schon viele Jahre hintereinander als führendes Unternehmen Kubas auf diesem Gebiet ausgezeichnet wurde Foro Photo: Yaimí Ravelo

„Guck´mal, da habe ich gearbeitet!“ In diesem Ausspruch von Carlos Cabrera Peña sind Tage intensiver Arbeit mit Schwielen an den Händen und sonnenverbrannter Haut zusammengefasst, wenn er zufällig mit seinen Nachbarn oder Freunden zusammen ist und Fernsehbilder oder Fotos in der Zeitung sieht. Aber die Anerkennung entschädigt für die Erschöpfung und zu wissen, „dabei geholfen zu haben, dass etwas Erfolg hat“, erfüllt ihn mit Stolz.

Carlos Cabrera ist ein Multitalent mit jahrzehntelanger Erfahrung im Baugewerbe und einem breit gefächerten Arbeitsbereich als Zimmermann in dem Unternehmen für Metallproduktion (Epromap). Er hat, Zufall oder Schicksal, für alle drei Päpste, die Kuba in ihren Reiseplan eingeschlossen haben, die für das Abhalten der Messe erforderlichen Einrichtungen mit aufgebaut.

Alberto Cuéllar und Rodney Fidalgo, beide stolz darauf, auch schon das Podium für den Besuch von Papst Benedikt mit errichtet zu haben, sind jetzt wieder dabei und lassen diese Erinnerungen aufleben. „Um sieben Uhr morgens sind wir schon an der Arbeit, von Montag bis Samstag, 12 Stunden lang. Wir nehmen uns kaum Zeit, um zu Mittag zu essen“, gesteht Rodney der Granma, als er den Ablauf eines typischen Arbeitstages schildert, immer mit dem gemeinsamen Ziel vor Augen.

Das Podest aus Walzstahl für die Messe in dem Tribünenbereich des Platzes der Revolution Generalmajor Calixto García in Holguín Photo: Juan Pablo Carreras / AIN

Yasmani Portillo, der jüngste der Arbeiter, ist stolz darauf, dass man ihn für diese Aufgabe erwählt hat. Er beeindruckte durch seine Leistungen in der Ausbildungszeit und ihm wurde, mit knapp 20 Jahren, die Funktion als Monteur A zugewiesen.

Es sind fünf Bauojekte, die für den Besuch des Papstes errichtet werden: Das Hauptbühne, von wo aus der Papst die Messe zelebrieren wird und die Sakristei, die direkt dahinter liegt, das Podest für den Chor und weitere zwei für die akkreditierte Presse, die halb frontal zu beiden Seiten der Haupttribüne stehen und 200 Pressevertretern Platz bieten.

Nachdem 90% der Arbeiten fertiggestellt sind, kann man sich schon eine Vorstellung von der würdigen Arena machen, die für den ersten Papst lateinamerikanischer Herkunft erstellt werden wird.

Was diese Bauarbeiten von den vorherigen unterscheidet, ist nicht nur die andere Aufstellung der Plattformen sondern auch die Tatsache, dass man die Erfahrungen aus den früheren Papstbesuchen anwenden und Zeit und Energien optimieren konnte.

50 Männer haben an bis jetzt 39 Arbeitstagen daran gearbeitet, dem wichtigsten Platz Kubas ein Galakostüm zu verpassen.

Ansprechendes Ambiente erwartet Papst Franziskus in Holguín

Unentwegt wurde auch in Holguín gearbeitet, seit offiziell bestätigt wurde, dass der Papst die Stadt am 21. September besuchen wird.

Sowohl auf dem Platz der Revolution Generalmajor Calixto García, wo der Papst die Messe zelebrieren wird, als auch an anderen Stellen, die das Oberhaupt der katholischen Kirche und seine Begleitung besuchen werden, wurden Bau- und Wartungsarbeitungen durchgeführt.

Fünfzig Arbeiter legen Hand an jedes Detail der Bauarbeiten in Havanna Photo: Yaimí Ravelo

Auch hier konnte man den Fortschritt der Arbeiten feststellen, wo bis Ende des Monats die Montage der Metallstrukturen abgeschlossen sein wird, damit mit den Dekorationsarbeiten begonnen werden kann.

Die 504 Quadratmeter große Tribüne bietet dem Papst und denen, die mit ihm die Messe feiern, genügend Raum für eine feierliche Gestaltung.

Die Fachleute des Unternehmens Proyectos Vértice haben die Empfehlungen der religiösen Stellen berücksichtigt und eine völlig überdachte Bühne errichtet, die als Blickfang ein Geländer vorne und an den Seiten aufweist, dessen oberer Teil weiß ist, aber in Blautönen leuchtet, eine Erinnerung an das Meer, wo die Jungfrau de la Caridad de Cobre gefunden wurde.

Auch hier gibt es zwei Presstribünen, jede mit vier Ebenen und 87 Quadratmetern und ein Podium für den Chor, auf dem 160 Personen Platz haben.

Der Leiter des Projekts Carlos Antonio Benibelis Fonseca sagte: „Wir arbeiten in zwei Schichten. Eine von sieben Uhr morgens bis sieben Uhr abends und die zweite bis drei Uhr morgens. Das war notwendig, um die kritischen Schweißarbeiten durchführen zu können.“

Die Montage der Metallstrukturen auf dem Hügel des Kreuzes (Loma de la Cruz) sind abgeschlossen. Von dort wird der Papst die Stadt Holguín segnen.

Der Projektleiter sagt, dass alle, die direkt oder indirekt an den Arbeiten beteiligt seien, dies mit großer Professionalität täten, da sie die Transzendenz erkennen würden, die dieser Besuch von Papst Franziskus für die kubanische Gesellschaft und die Welt hat.