OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

CIEGO DE AVILA — Inés María Chapman Waught, Mitglied des Zentralkomitees der Partei und Präsidentin des Nationalinstituts für Wasserressourcen INRH, bezeichnete die Situation, der das Land aufgrund der Dürre gegenüber steht, als ernst und kompliziert.

Angesichts dieser Realität bewertete sie die in dieser Provinz aufgrund der Notsitiuation getroffenen Aktionen zur Verbesserung der Wasserversorgung der Bevölkerung und wichtiger Sektoren des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens des Territoriums, das seit Dezember vergangenen Jahres zum Dürregebiet erklärt worden ist.  

Sie wurde davon in Kenntnis gesetzt, dass von den 15 existierenden hydrogeologischen Sektoren sich sieben in der Alarmphase befinden, weil sie aufgebraucht sind, zwei im Warnungsstadium und dass sich alle sieben natürlichen Staubecken in kritischem Zustand befinden, da sie nur 12% ihres Fassungsvermögens beinhalten.

Im Beisein von Technikern, Fachleuten des INRH und von Direktoren der Wirtschaftseinheiten und Organismen, angeführt von Raúl Pérez Carmenate, Präsident der Nationalversammlung in der Provinz, sagte das Mitglied des Staatsrates, dass so wie im sonstigen Territorium des Landes, der Hauptgrund der Wasserknappheit das Fehlen von Niederschlägen sei, wozu andere Faktoren hinzukommen wie der überzogene Wasserkonsum aufgrund von Disziplinlosigkeit und des schlechten Zustandes der Versorgungsleitungen sowie insbesondere im Süden des Gebietes von Ciego de Avila der hohe Salzgehalt des Grundwassers.

All dies hat den Zustand der Grundwasserversorgungsquellen schwer in Mitleidenschaft gezogen, die gegenwärtig nur 237,04 Kubik-Hektometer beinhalten, bei einer Kapazität von 808.

Chapman Waught rief dazu auf, die Arbeiten zu beschleunigen und über ein Betriebsschema in den Wasserwerken das Wasser in allen Territorien des Landes besser zu verteilen, hauptsächlich in Granma, Ciego de Avila, Sancti Spi­ritus, Havanna und Pinar del Río, da diese am stärksten betroffen sind.

Bei der Beurteilung des Landwirtschaftsbetriebes La Cuba, das mehrere kubanische Provinzen mit verschiedenartigen Nahrungsmitteln versorgt, bezog sie sich auf die Notwendigkeit, ein Programm in Angriff zu nehmen, damit in kürzester Frist moderne und effektive Beregnungssysteme zur Verfügung stehen.

Während der Analyse wurde bekannt, dass etwa 30 Wasserquellen in der Provinz betroffen sind oder Gefahr laufen, es bald zu sein, was die Wasserversorgung von über 35 800 Einwohnern beeinträchtigt.

Die Suche nach neuen Versorgungsquellen, die Reparatur der Versorgungsnetze und die Beseitigung von Austrittsstellen gehören zu den Maßnahmen, um die Auswirkungen der Dürre in der Provinz abzuschwächen.