OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Diaz-Canel hatte den Vorsitz bei der Feier aus Anlass des 25. Jahrestages des Treffens von Fidel mit den Führern der protestantischen, evangelikalen Kirchen und der jüdischen Gemeinde Kubas und des 30. Jahrestages der Veröffentlichung des Buches Fidel und die Religion Photo: Jose M. Correa

Den 25. Jahrestag des am 2. April 1990 stattgefundenen Treffens Fidels mit Führern der protestantischen, evangelikalen Kirchen und der jüdischen Gemeinde Kubas sowie den 30. Jahrestag der Veröffentlichung des Buches Fidel und die Religion zu begehen – Ereignisse, die eine neue Phase in den Beziehungen zwischen der Revolution, den religiösen Institutionen und den Gläubigen markierten -, war der Anlass, der am Montag in Havanna Vertreter der religiösen Institutionen und Brüderschaften sowie Gäste aus verschiedenen Ländern zusammenführte, die an der Studien- Versammlung des Kirchenrats Kubas teilnehmen.

Im Beisein von Miguel Diaz-Canel, Erster Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats; José Ramón Balaguer Cabrera, Mitglied des Sekretariats des Zentralkomitees der Partei und Leiter dessen Abteilung für Internationale Beziehungen; und des brasilianischen Dominikanermönches Frei Betto, Autor von Fidel und die Religion, wurde die Bedeutung des Buches unterstrichen, das, wie in seinem Vorwort erwähnt, den Schleier lüftet, der über die Möglichkeit des Aufbaus engere Beziehungen zwischen Christen und Kommunisten geworfen worden war.

In seinen Worten erläuterte Frei Betto die Umstände, die zu dem in Buch verwandelten 23stündigen Gespräch geführt hatten, und zeigte sich auch bewegt darüber, dass er Kuba seit 40 Jahren besuche und „viele schwierige Momente und so viele glorreiche Momente“ erleben konnte.

Über die Kraft eines Werkes, das allein auf die Insel 1,3 Millionen Mal verkauft und in 24 Ländern veröffentlicht wurde, sagte er, dass sie darin liege, dass es sich „um ein Leben handelt, das durch die Erfahrung des Glaubens, die religiöse Erfahrung geht ... Es war das erste Mal, dass sich ein Staatsoberhaupt eines sozialistischen Landes und Führer einer kommunistischen Partei öffentlich positiv über die Religion äußerte.

Es ist ein Buch, das uns zu verstehen gibt, dass der Glaube eine subjektive Erfahrung ist und auch eine objektive, denn es ist ein soziales Phänomen“, sagte er, bevor er Miguel Diaz-Canel Bermúdez zwei Exemplare für Fidel und Raúl überreichte.

Joel Ortega Dopico, Präsident des Kirchenrats Kubas (CIC), bezeichnete das Buch als ein „wahres Studiendokument, ein Material, das einen einzigartigen historischen Charakter hat“. „Ich denke, es sollte in den Seminarien, Universitäten und Schulen weiter studiert und gelesen werden ... Ohne dieses Buch wäre ich nicht in der Lage gewesen, den Sinn dessen zu verstehen, ein wahrer Christ zu sein“, sagte er.

Adolfo Ham, ehemaliger Präsident des CIC und Teilnehmer jenes Treffens mit Fidel vor 25 Jahren, betonte in einer Erklärung gegenüber Granma, dass es ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer Beziehung mit positiven Folgen gewesen sei. „Wir wurden uns der Pflicht bewusst, gemeinsam mit dem Staat zur Lösung der Probleme der Gesellschaft beizutragen.“