OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
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„ Wieviel von dem, was für den Tourismus importiert wird, könnte man in Kuba produzieren?“ Das fragte der Präsident der Nationalversammlung der Volksmacht Esteban Lazo Hernández während der Debatte im Ausschuss für Dienstleistungen die anwesenden Vizepräsidenten, als es um das Thema Kontrolle und Rechnungsprüfung bei Unternehmen des Tourismus und der Campingeinrichtungen ging.

„Es besteht kein Zweifel über die Bedeutung, die der Tourismus für die Entwicklung des Landes hat“, sagte er. „Jedoch“, so fügte er hinzu, „wenn man durch die, die den Archipel besuchen, bedeutende Einnahmen hat und man einen Teil dafür verwendet, Dinge zu importieren, die eigentlich wir produzieren sollten, dann füllt der Sektor nicht die Rolle aus, die von ihm erwartet wird und die er, angesichts der wirtschaftlichen Bedürfnisse des Landes einnehmen müsste.

Es wurde hier von Aktionen, aber nicht von Ergebnissen gesprochen. Wir sollten nichts importieren, was man hier im Land produzieren kann und wir müssen alles daransetzen, mit Qualität und effizient zu produzieren und vor allem soviel Importe einsparen, wie wir können“, betonte Lazo Hernández.

Der Minister für Tourismus, Manuel Marrero, berichtete, dass es im laufenden Jahr sechs Monate gegeben habe, in denen aus verschiedenen Gründen ein Abnehmen des Tourismus festzustellen gewesen sei.

Aber Ende November waren aufgrund der Anstrengungen, die man Promotionkampagnen, den Reiseveranstaltern und der Arbeit in den touristischen Einrichtungen unternommen habe, Anzeichen der Wiedererholung zu erkennen.

So sei im September ein Wachstum von 43 % erolgt, wodurch das Defizit, das im letzten Jahr wegen Hurrikan Irma entstanden war, ausgeglichen worden sei. Im Oktober gab es einen Anstieg von 17 % und im November von 23 %. Im Monat Dezember sei bis jetzt ein Wachstum von 6 % zu verzeichnen. „ Das hat es uns ermöglicht zu sagen, dass, auch wenn dies nicht das beste Jahr war, dass wir 2018 mit einem Wachstum abschließen und einmal mehr ein neuer Rekord von Touristen aufgestellt wird, die unser Land besucht haben“, sagte er.

Was die von den Abgeordneten angesprochenen Probleme bei der Kontrolle und Rechnungsprüfungen der Unternehmen dieses Sektors angeht, ging der Minister auf die Probleme bei der Wasserversorgung in verschiedenen Einrichtungen und auf die Situation des Straßennetzes ein, ein Problem, das viele Campingeinrichtung betreffe.

Der Minister wies außerdem daraufhin, dass wenn auch die mit der Qualität in Zusammenhang stehenden Indikatoren sich verbessert hätten, so sei dies immer noch nicht ausreichend, denn man müsse beachten, dass im Bereich der Karibik ein großer Wettbewerb herrsche und dass dabei immer die Qualität, die wir in der Lage sind anzubieten, den Unterschied machen werde“, fügte er hinzu.

Die Abgeordneten erfuhren auch, dass es in einem Teil des Hotelnetzes keine stabile Versorgung mit Gemüse, Früchten und Produkten der nationalen Industrie gebe; vieles davon könnte im Land produziert werden, würde aber trotzdem eingeführt.

Dazu sagte der stellvertetende Landwirtschaftsminister Ydael Pérez Britto, dass das Entwicklungsprogramm des Tourismus zu den Programmen mit den größten Schwierigkeiten gehöre, vor allem was das Thema Versorgung mit Gemüse angehe.

Was das Programm der Miniindustrien angehe, so steigen sie in einem Rhythmus von 100 pro Jahr an; außerdem gebe es bei den Unternehmen Ceballos, Victorias de Girón und anderen ein Investitionsprozess, um die mit der Landwirtschaft in Verbindung stehende Industrie zu modernisieren und den Tourismusbereich abzusichern.