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Sprinterin Omara Durand bricht Rekorde Photo: Armando Hernández

RIO DE JANEIRO.-Omara Durand, die bei diesen Paralympics bereits vier Rekorde aufgestellt hat, kämpft am Montag um ihre zweite Goldmedaille, die dritte für Kuba. Yunidis Castillo erlitt leider am Sonntag im 100 m-Finale der Kategorie T47 (Amputation oder Fehlbildung der oberen Gliedmaßen) eine Verletzung.

„Ich kann unserem Volk nur sagen, dass ich mit allem Einsatz laufen werde, um zu gewinnen, die Zeit wird sich zeigen“, sagte die aus Santiago de Cuba kommende Durand, nachdem sie mit 23,67 Sekunden im 200 m-Vorlauf der Kategorie T12 (stark sehbehindert), mit dem der gestrige Wettkampfabend im Olympiastadion Joao Havelange abschloss, einen neuen Olympiarekord aufstellte.

Ihr Laufguide Yuniol Kindelan erwähnte die gute Form der Sprinterin und sagte, dass von ihr maximale Ergebnisse zu erwarten seien.

Nach ihrem 100 m-Sieg mit Weltrekord von 11,40 Sekunden, könnte sie ähnliche Ergebnisse wie bei der WM 2015 von Doha erreichen, wo sie über 200 m 23,03 Sekunden und über 400 m 53,05 Sekunden lief.

Die fünfmalige Siegerin bei Paralympics Yunidis Castillo musste unter Schmerzen das 100 m-Finale aufgeben, nachdem sie auf den ersten 15 bis 20 Metern geführt hatte, und konnte ihren Titel von vor vier Jahren nicht verteidigen.

Unter den Ergebnissen vom Sonntag ist die Bronzemedaille von Noralvis de las Heras im Diskuswerfen der Kategorie F44 (Amputation oder Fehlbildung der unteren Gliedmaßen) hervorzuheben. Mit 32,47 Metern warf sie amerikanischen Rekord bei ihrer Rückkehr zu Paralympics. In Athen 2004 hatte sie schon eine Silbermedaille im Kugelstoßen der Kategorie F42-44 erkämpft.

Am Samstag hatte es für Kuba vier Bronzemedaillen gegeben. Die erste ging auf das Konto von Diskuswerfer Leonardo Díaz (43.50 m, Kategorie F54-56), der verletzungsbedingt seine Top-Form nicht erreichen und seinen Titel nicht verteidigen konnte.

Die Judokas Yordani Fernández (100 kg) und Yangaliny Jiménez (über 100 kg) erreichten ebenfalls dritte Plätze in der Arena Carioca 3. Usbekistan war der überraschenden Sieger der Länderwertung in dieser Disziplin (3-1-6).

Die andere Bronzemedaille erkämpfte María Luz Pérez im Weitsprung der Kategorie F42 mit 3,93 Metern beim Debüt von kubanischen Athleten mit Beinprothesen.

Der Schwimmer Lorenzo Pérez wurde Vierter in der 50 Freistil der Kategorie S6 und die Judokas Gerardo Rodríguez (73 kg) und Jorge Hierrezuelo (90 kg) wurden jeweils Fünfter.