OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Robeisy und Arlen verabschiedeten sich mit überzeugenden Vorführungen. Photo: Morejón, Roberto

RIO DE JANEIRO – Erneut führte das Boxen am Ende zu einem entscheidenden Abschluss der Spiele, bei dem die letzten Finalteilnehmer beide Gold gewannen.

Die Goldmedaillen von Robeisy Ramírez (56kg mit 22 Jahren Kubas sechster zweifacher Olympiasieger) Arlen López (75) und Julio César la Cruz (81) zusammen mit den Bonzemedaillen von Johanys Argilagos (49), Lázaro Álvarez (60) und Erislandy Savón (91) brachten das Team an die zweite Stelle des Medaillenspiegels (3-0-3) hinter Usbekistan (3-2-2), das auch mit einer kompletten Manschaft angetreten war.

Dahinter kamen Kasachstan (1-2-1), Frankreich (1-1-2), Russland (1-1-2), Brasilien (1-0-0) Aserbeidschan (0-1-1), Großbritannien (0-1-1), USA (0-1-1) Kolumbien (0-1-0) China (0-0-1) und weitere Länder mit nur einer bronzenen Medaille.

Kuba war 2012 mit acht Teilnehmern nach London gegangen und hatte die gleiche Anzahl an bronzenen Medaillen erhalten. Die damals Prämierten traten in anderen Gewichtsklassen wieder an, wie Robeisy Ramírez, Gold in 52 kg vor vier Jahren, der damalige König in bei den 64 kg Roniel Iglesias, der jetzt mit 69 kg ausgeschieden war. Lázaro Álvarez in London damals dritter mit 56 kg, konnte jetzt in der 60 kg Gewichtsklasse mit dem gleichen Ergebnis aufwarten, während Yasnier Toledo, der 2012 mit 60 kg Bronze gewann, jetzt mit 64 kg nicht über den zweiten Kampf hinauskam.

REALITÄTEN, WAS DAS BOXEN ANGEHT

Nicht wenige Fans haben mehr als drei Goldmedaillen für die zehn kubanischen Boxer vorausgesagt, Prophezeiungen, die besonders aufgrund des Erfolges der „Domadores“ über die britischen „Lionhearts“entstanden und den Kubanern den ersten Platz in der VI. Weltserie brachten. Sie konnten aus 60 Kämpfen 56 Mal siegreich hervorgehen und es waren 20 Boxer rotierend im Rennen.

Aber auch wenn unsere Männer im Ring bei dieser Olympiade nicht über die drei ersten Plätze hinauskamen, so ist das Boxen, wenn man es im Hinblick auf die allgemeine Vorstellung der Delegation sieht, zusammen mit dem Ringen im griechisch-römischen Stil (2-1-0) bei vier Teilnehmern, wieder eine der Disziplinen mit höchster Effizienz gewesen.

Der Cheftrainer Rolando Acebal sagte nach einigen Kämpfen, dass er es in Anbetracht der Qualität der Gegner, von denen einige ihre Laufbahn fast beendet und andere sie noch nicht einmal begonnen haben, als schwierig ansehen würde, über die drei Goldmedaillen hinauszukommen.

Man hat auch erfahren, dass einige Ringrichter vom Weltverband des Boxsports (AIBA) aufgrund von zweifelhaften Urteilen vom Wettbewerb ausgeschlossen wurden. Acebal hat zu keiner Zeit die Schuld für die Rückschläge von Lázaro Álvarez, Roniel Iglesias, Yasnier Toledo und Erislandy Savón fehlerhaften Entscheidungen gegeben. Sie alle hätten mehr für ihren Sieg tun könne, sagte der Cheftrainer am Ende des Events.


DREI WELTMEISTER MIT GOLD

Die 25 Auflagen des olympischen Boxens führen die USA mir 50 goldenen, 24 silbernen und 39 bronzenen Medaillen an. Nach Rio allerdings brachten sie sechs Konkurrenten, von denen aber nur zwei Medaillen bekamen, Shakur Stevenson die silberne und Nico Miguel Hernández die bronzene. Kuba stieg auf 37 goldene an, blieb bei 23 silbernen und erhöhte seine dritten Plätze auf 41.

GOLDMEDAILLENGEWINNER DER EINZELNEN GEWICHTSKLASSEN

49 kg: Hasanboy Dusmatov (USB). 52: Sha­khobidin Zoirov (USB). 56: Robeisy Ra­mí­rez (CUB). 60: Robson Conceiçao (BRA). 64: Fa­z­liddin Gaibnazarov (UZB). 69: Daniyar Yeleu­ssinov (KAS). 75: Arlen López (CUB). 81: Julio César la Cruz (CUB). 91: Evgeny Tishchenko (RUS). Más de 91: Tony Yoka (FRA).