OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Michael Phelps dürstet mit seinen 31 Jahren weiter nach Erfolgen. Photo: Getty Images

RÍO DE JANEIRO– Es ist ein Privileg für einen Sportjournalisten, über die größte Sportveranstaltung der Welt berichten zu dürfen. Und hier empfinden wir diesen gesunden Stolz. Jedoch sagte mir mein Kollege der tausend Schlachten bei der journalistischen Berichterstattung Ricardo López Hevia, dass man dabei sei, die Spiele zu verlieren.

Wir können nicht über die Gabe verfügen, an allen Orten gleichzeitig zu sein und dann am Ende des Tages haben wir auch nicht die Möglichkeit, auf einem Fernsehschirm das zu sehen, was geschieht oder was an jedem einzelen Tag geschehen ist, es sei denn wir bezahlen dafür.

Bei einem Besuch im Internationalen Übertragungszentrum trafen wir auf Danilo Sirio, den Leiter von IRCT, der uns versicherte, dass Tele Rebelde 24 Stunden täglich und auch über HD1 übertrage. „Außerdem, senden wir aber nur experimentell 12 bis 14 Stunden über HD2, weil nicht alle über die notwendige Ausstattung dazu verfügen“. Er fügte hinzu, dass die Boxkämpfe vollständig von Kuba übertragen würden.

Sirio sagte, dass Kuba sicher eines der Länder sei, in dem man am meisten von den Spielen sehen kann, ohne dafür zu bezahlen. „Das Volk genießt jeden Wettbewerb über die offenen Fernsehkanäle.“ Er sagte weiter, man berichte über jeden kubanischen Sportler unabhängig davon welche Resultate er erziele oder was seine Möglichkeiten seien. Auch konnte jeder zuhause die Großtaten des Schwimmers Michael Phelps verfolgen.

Wenn diese olympische Schwimmlegende, der Superheld unter den Fünf Ringen seit diese in Athen 1896 begannen, der Mann, von dem man sagte er stamme von einem Delfin ab, ein Land wäre, würde sich dieses Land an 39. Stelle von 206 Ländern des historischen olympischen Medaillenspiegels befinden.

Hier hat er aus dem aus dem Schwimmstadion bereits drei Medaillen geholt, mit denen er jetzt 25 in seiner Vitrine hat, 21 davon Goldmedaillen.

ESPN sagte, dass der Mann aus Baltimore im September 2014 an Selbstmord gedacht habe.Drogenkonsum, Alkohol, Trunkenheit am Steuer drohten seinem Leben ein Ende zu bereiten. „Ich war außerhalb jeder Kontrolle, eine Zeitbombe kurz vor der Explosion. Vielleicht wäre die Welt besser dran ohne mich“, sagte er. Zum Glück brachte sein Freund, der Footballstar Ray Lewis, ein Buch des Pastors Rick Warren und die Rehabilitationsklinik Meadows ihn zurück auf den Weg nach Rio.

Solche Geschichten machen die olympischen Athleten aus, denn sie sind keine Götter, sie sind aus Fleisch und Blut. Gerade dass sie sterblich sind bringt die Emotionen in den olympischen Einrichtungen zum Kochen.

Eine andere Geschichte, die die Spiele verdüstert, war die, die einige Journalisten am Dienstag Abend erlebten, als der Omnibus, der sie vom Rugby Spiel zum Pressezentrum brachte, in eine Schießerei geriet, (es gibt Quellen, die sagen es sei ein Steinehagel gewesen) als er in die Nähe der Favela Stadt Gottes kam, wo die bis jetzt einzige brasilianische Goldmedaillengewinnerin , die Judoka Rafaela Silva, geboren wurde. Es gab nur einen Verletzten.