OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Der Judoka Fabio Basile gewann die 200. Goldmedaille für Italien in der olympischen Geschichte Photo: Reuters

RIO DE JANEIRO – Wenn auch der Grund des Hierseins die XXXI. Olympischen Spiele sind, so ist doch die Christusstatue auf dem Gipfel des Cerro Corcovado ein Pflichtprogramm beim Besuch Rio de Janeiros. Von dieser Höhe aus behütet sie eine Bevölkerung, die sich in sportlicher Aufwallung befindet. Mit einem Gewicht von mehr als 1.000 Tonnen und 710 m über dem Meer ist sie eine Ikone der Stadt und man schätzt die Zahl der Besucher, die pro Jahr zu ihr aufsteigen, auf zwei Millionen.

In dieser Stadt der Medienikonographie verblüffte der italienische Judoka Fabio Basile mit dem Gewinn der Goldmedaille nicht nur alle Kenner dieses Sports und strafte sämtliche Prognosen vor dem Wettkampf Lügen, sondern er holte auch die 200. Goldmedaille in der olympischen Historie Italiens. Mit ihr tritt Italien in den erlesenen Kreis der nunmehr fünf Nationen ein, die diese Ziffer erreicht oder überschritten haben.

Die Vereinigten Staaten, die Ex-Sowjetunion, Großbritannien und China sind die anderen Länder, die über diese Barriere gelangt sind, die sie als Elite ausweist. Frankreich, das seine Medaillenjagd in Rio bei 197 Siegen begonnen hat, sollte das nächste Land sein, dem das Durchbrechen dieser Schallmauer gelingt.

Um mit den Titeln weiterzumachen: “Glückwünsche an die Kleine zum Gewinn der ersten Goldmedaille für Argentinien, die aller Mühe so vieler Jahre wert ist! Hoffentlich ist es die erste von vielen für unser Land bei diesen Olympischen Spielen“, heißt es in der Botschaft des Stars Lionel Messi an seine Landsmännin Paula Pareto. Die Judoka und der Fußballer würden beide nicht an die Taille des spanischen Basketballers Pau Gasol heranreichen, aber das müssen sie auch nicht, denn sie haben auch so die Statur eines Riesen auf der Matte und auf dem Platz.

Obwohl sie hier keine Medaille gewonnen hat, muss man der usbekischen Turnerin Oksana Chusovitina mit ihren 41 Jahren gratulieren und sie in den höchsten Tönen loben. Die Spiele von Rio sind ihre siebten, seit sie Olympiasiegerin in Barcelona 1992 wurde, damals noch als Mitglied des Einheitsteams der GUS-Staaten. Überaus erwähnenswert ist auch der Erstrundensieg des argentinischen Tennisspielers Juan Martín del Potro über die Nr. 1 der ATP-Weltrangliste, den Serben Novak Djorkovic. Was nur wenige wissen: Vor seinem unerwarteten Triumph war er wegen eines Stromausfalls 40 Minuten in einem Aufzug des Olympischen Dorfes eingeschlossen gewesen.