
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, verurteilte am Donnerstag die US-Sanktionen gegen Kuba und bezeichnete die aktuelle Politik Washingtons als „zynische Enkarnation der wiederauferstandenen Monroe-Doktrin“.
Während einer Pressekonferenz betonte die hochrangige russische Diplomatin, dass Kuba weiterhin starkem wirtschaftlichem Druck der USA ausgesetzt sei, und verurteilte die Anfang Mai verhängten neuen Beschränkungen für Unternehmen aus Drittstaaten, die auf der Insel tätig sind. Sie erklärte, diese Beschränkungen stellten „eine weitere Verschärfung von Washingtons Politik des Drucks dar, deren Hauptziel die wirtschaftliche Strangulierung Kubas ist“.
„Die Versuche der US-Regierung, die Sanktionen gegen Kuba weiter zu verschärfen, zusammen mit der seit Jahren bestehenden Handels-, Wirtschafts-, Finanz-, humanitären und jüngst auch Öl- und Energieblockade, spiegeln direkt Washingtons Intoleranz gegenüber jeglicher abweichenden Meinung wider und sind die zynische Inkarnation der wiederauferstandenen Monroe-Doktrin“, bekräftigte Sacharowa.
„Wo bleiben die Menschenrechte? Wo bleibt der Respekt vor den Menschen?“, fragte Maria Sacharowa.
In diesem Zusammenhang betonte die Sprecherin des russischen Außenministeriums das Fehlen der grundlegendsten Prinzipien, nämlich dem das„nicht alles erlaubt ist“ und dass „Recht und Ordnung existieren, die diesem entfesselten Chaos Einhalt gebieten“.
„Wir sind überzeugt, dass das heldenhafte kubanische Volk, das schon mehrfach seinen Einsatz für Freiheit, Unabhängigkeit und soziale Gerechtigkeit unter Beweis gestellt und angesichts äußerer Herausforderungen erstaunliche Stärke und Mut gezeigt hat, seine Einheit und Standhaftigkeit bewahren und seine nationalen Interessen weiterhin selbstlos verteidigen wird“, betonte Sacharowa
. In diesem Zusammenhang bekräftigte Sacharowa die uneingeschränkte Solidarität Russlands mit Kuba. „Wir verurteilen aufs Schärfste jeden Versuch einer eklatanten Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates, die Einschüchterung, die Verhängung illegaler einseitiger restriktiver Maßnahmen, Drohungen und Erpressung“, fügte sie hinzu.
Die hochrangige russische Diplomatin bekräftigte außerdem, dass ihr Land dem kubanischen Brudervolk in dieser äußerst schwierigen Zeit weiterhin die aktivste Unterstützung leisten werde, und gab an, dass Havanna über die Einzelheiten und andere wichtige Aspekte dieser Unterstützung informiert worden sei.




