
Auf dem BRICS-Außenministertreffen, das vom 14. bis 15. Mai in Indien stattfand, erklärte Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla, dass „die derzeitige ausgrenzende Weltordnung durch den Versuch der USA, sie mittels einer imperialistischen Agenda, die auf militärischer Gewalt, Suprematismus und einem faschistischen Neokonservatismus basiert, wieder unipolar zu gestalten, praktisch zerstört wurde“.
Dies teilte er über das soziale Netzwerk X im Zusammenhang mit seiner Rede auf der 18. Ausgabe des Treffens mit, das in dem Jahr stattfindet, in dem die Gruppe ihr 20-jähriges Bestehen feiert und sich als unverzichtbarer Akteur auf der internationalen Bühne etablieren will.
Der Außenminister nutzte die Gelegenheit, um die Teilnehmer über die Herausforderungen zu informieren, denen sich die Insel gegenübersieht, ausgehend von der Verschärfung der Blockade, der Energieblockade und den Drohungen einer militärischen Intervention seitens der Vereinigten Staaten.
In diesem Zusammenhang prangerte er an, „dass Kuba von einer direkten militärischen Aggression der USA bedroht ist und unter den Folgen einer brutalen Blockade der Treibstofflieferungen leidet, was eine wachsende Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit sowie einen Verstoß gegen das Völkerrecht und die allgemein anerkannten Regeln des internationalen Handels und der Freiheit der Schifffahrt darstellt“, betonte er.
IDer kubanische Außenminister verurteilte “auf das Schärfste die Exekutivverordnungen von Präsident Donald Trump gegen Kuba vom 29. Januar, mit der die Ölblockade verhängt wurde, sowie vom 1. Mai dieses Jahres, die sogenannte ‚sekundäre Sanktionen‘ gegen Unternehmen aus Drittländern vorsieht, die mit Kuba Geschäfte tätigen oder getätigt haben“.
Zudem bekundete er seine Ablehnung gegenüber den Entscheidungen des US-Finanzministeriums vom 7. Mai. „Diese zusätzlichen Maßnahmen verschärfen die Blockade gegen Kuba und ihre extraterritorialen Auswirkungen in extremem und beispiellosem Maße“, erklärte er.
Nach Angaben von Prensa Latina (PL) analysieren die Teilnehmer des Treffens der Außenminister und Delegationsleiter der Mitglieds- und Partnerländer des Blocks globale und regionale Themen von gemeinsamem Interesse sowie unter anderem die Reform der globalen Governance und des multilateralen Systems.
Dieses Treffen der Organisation, die dazu berufen ist, eine führende Rolle beim Aufbau einer gerechten und inklusiven multipolaren Welt zu spielen, gewinnt an Bedeutung, da die indische Präsidentschaft unter anderem beabsichtigt, von der gemeinsamen Bestandsaufnahme zur konkreten Umsetzung überzugehen, und zudem den Austausch über wichtige globale Fragen fördert, die für den Süden von vorrangigem Interesse sind.
So will Neu-Delhi unter dem Motto „Aufbau von Resilienz, Innovation, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit“ zeigen, dass der Block mehr sein kann als nur ein hochrangiges Forum, nämlich eine wirksame Plattform für Entwicklungsinteressen, heißt es in PL.




