Die leuchtenden Farben vieler Flaggen aus aller Welt erhellten am Dienstagabend den Himmel über Havanna als der europäischen Hilfskonvois „Lasst Kuba atmen“ auf dem Internationalen Flughafen José Martí in Havanna eintraf.. Der Konvoi war am 17. März in Italien gestartet und Teil der internationalen Bewegung „Unser Amerika nach Kuba“, eine Solidaritätsbewegung, die durch humanitäre Hilfe die Blockade Kubas durchbrechen will.
Rund fünf Tonnen medizinische Hilfsgüter trafen mit dem Neos-Airlines-Flug NO230, einer Boeing 787, ein und werden in Abstimmung mit kubanischen Institutionen verteilt. Der Wert der Spende wird auf rund 500.000 Euro geschätzt. Möglich wurde dies durch die Agentur für Internationalen Austausch (AIE) im Rahmen einer Kampagne, die in verschiedenen Ländern durchgeführt wurde und an der sich Solidaritätsgruppen und rund 700 Einzelpersonen beteiligten. In diesem Zusammenhang betonte Rodrigo Zarza, Direktor für Europa des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft, dass diese Hilfe und die Tatsache, dass die Freunde Kubas die Verteidigung unseres Landes als zusätzliche Motivation für ihr Leben sehen, von großer Bedeutung seien, insbesondere in der schwierigen Zeit, die wir gerade durchleben.
Er betonte, dass es nicht nur um materielle Unterstützung gehe, sondern auch um den Beweis für das breite Bewusstsein innerhalb der Solidaritätsbewegung hinsichtlich der besonderen Energiekrise, mit der wir aufgrund der Anordnung der US-Regierung konfrontiert sind, mit der Kuba zu einer außergewöhnlichen Bedrohung erklärt wurde. Die Lieferung umfasst auch Solarpaneele und Photovoltaikanlagen, die einige unserer Gesundheitseinrichtungen unterstützen werden.
Den Konvoi begleiteten über hundert Passagiere, Vertreter von 50 Solidaritätsorganisationen, Gewerkschaften, Arbeitern und politischen Organisationen aus rund 13 europäischen Ländern sowie aus Algerien und Marokko.
Darüber hinaus befanden sich vier Mitglieder des Europäischen Parlaments und Vertreter der Partei Refundación Comunista,Poder al Pueblo, der italienischen Linken und des Netzwerks der Kommunisten an Bord.
„Dies zeigt“, bemerkte Zarza, „das Ausmaß des Kampfes, der heute weltweit für Kuba geführt wird – ein Kampf für das Beispiel, das wir verkörpern.“





