OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Demonstraion vor der US-Botschaft in Chile.  Photo: Prensa Latina

Die Welt weiß es, und täglich fordern Menschen aus aller Welt ihr Ende. Washingtons Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba ist ein kriminelles und völkermörderisches Mittel, um eine souveräne Nation zu belagern. 
In diesem Bewusstsein verabschiedete der Stadtrat von Turin, Italien, eine Resolution, die die Blockade verurteilt und die Umsetzung konkreter Hilfsprojekte für die Bevölkerung des Karibikstaates fordert, wie Prensa Latina berichtete. 
Die von den Stadträten Claudio Cerrato und Maria Grazia Grippo von der Demokratischen Partei (PD) eingebrachte Initiative prangert die schwerwiegenden Folgen des Drucks der US-Regierung an. Das Dokument spiegelt daher „die Besorgnis über die Folgen der gegen Kuba verhängten Ölblockade“ wider, die auf der Exekutivanordnung beruht, die darauf abzielt, die Einfuhr von Treibstoff in das Land zu verhindern und eine „Energetische- und humanitäre Krise“ herbeizuführen, heißt es im Text.
Die Resolution betont, dass das kubanische Volk „unter den dramatischen Folgen einer lang anhaltenden Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade leidet, die durch die jüngsten restriktiven Maßnahmen, welche die Ölversorgung praktisch zum Erliegen gebracht haben, noch verschärft wurde.“ Weiter heißt es, dass „dieser Energiemangel die Grundversorgung lahmlegt, die Lebensmittelverteilung, die Wasserversorgung und vor allem den Betrieb von Gesundheitseinrichtungen massiv beeinträchtigt und die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen einem ernsthaften Risiko aussetzt.“
 Deshalb forderte der Stadtrat von Turin die lokalen Behörden in enger Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz und humanitären Organisationen auf, „die Möglichkeit konkreter Hilfsmaßnahmen wie die Sammlung von Medikamenten und Gütern des täglichen Bedarfs zu prüfen.“ 
Den Informationen zufolge wurde die italienische Regierung außerdem aufgefordert, in allen internationalen Foren ihre Ablehnung der Blockade, die die Grundrechte der Zivilbevölkerung verletzt, zu bekräftigen und stattdessen die Wiederaufnahme der Kooperationswege zu fördern. Gleichzeitig wurde gefordert, das italienische Parlament über die aktuelle Lage in Kuba zu informieren, „damit die Schwere der Krise endlich in einer transparenten und tiefgreifenden institutionellen Debatte angemessen gewürdigt werden kann.“
Das Dokument verweist schließlich auf die Solidarität zwischen Turin und Kuba und hebt den Beitrag hervor, den Mitglieder der Henry-Reeve-Ärztebrigade 2020 in den kritischsten Momenten der Covid-19-Pandemie für die Bevölkerung der italienischen Stadt leisteten.
 Diese Initiative reiht sich ein in andere, die in Italien von verschiedenen Organisationen gefördert werden, wie beispielsweise „Energie für das Leben“, ein gemeinsames Projekt der Nationalen Vereinigung für Italienisch-Kubanische Freundschaft, des Vereins für Soziale Förderung ARCI, des Italienischen Gewerkschaftsbundes und des Nationalen Verbandes Italienischer Partisanen, sowie die Kampagne „Medizin für Kuba“, die vom Verband der Basisgewerkschaften (USB), einem der größten italienischen Gewerkschaftsverbände, initiiert wurde und die das Gesundheitssystem in Kuba unterstützen soll.

ANTIIMPERIALISTISCHE SOLIDARITÄT VON MANILA NACH HAVANNA 
Unterdessen wurde am Mittwoch auch bei einer Veranstaltung an der Ateneo-Universität auf den Philippinen die Aufhebung der Blockade gefordert. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Antiimperialistische Solidarität von Manila bis Havanna“. 
Überzeugt davon, für eine humanitäre Sache zu kämpfen, kamen Studierende, Mitglieder der Philippinisch-Kubanischen Kultur- und Freundschaftsgesellschaft und des Weltfriedensrats sowie Vertreterinnen und Vertreter des Büros für Gleichstellung und Antidiskriminierung der Universität Diliman und der Koalition „Schuldenfreiheit“ zusammen.
 Wie Prensa Latina berichtete, brachten die Teilnehmenden ihre Unterstützung für das kubanische Volk zum Ausdruck und hoben Kubas Vorbildfunktion für die Welt hervor – nicht nur aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit, sondern auch wegen seiner Erfolge im Bereich der sozialen Gerechtigkeit und seiner internationalen Zusammenarbeit, insbesondere im Gesundheitswesen. 
Von kubanischer Seite erklärte Botschafterin Yadira Ledesma per Videokonferenz, wie das Land der imperialistischen Aggression und dem umfassendsten und längsten einseitigen Sanktionssystem, das jemals gegen eine ganze Nation und ihr Volk verhängt wurde, in den vergangenen 67 Jahren widerstanden hat. Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, dass die Insel nicht allein ist und Freunde hat, die diesmal aus Asien ihre Stimmen erheben und ausrufen: „Es lebe das freie Kuba!“

DANKBARKEIT AUS UNSEREM AMERIKAD
Auch aus Lateinamerika wurden Stimmen der Unterstützung für Kuba laut. Medien berichteten von einer Demonstration vor der US-Botschaft in Chile. Ziel der Demonstration war es, die Unterstützung für Kuba angesichts der schwierigen Lage, in der sich der Karibikstaat infolge der verschärften Blockade befindet, zu bekräftigen. 
„Wir sind heute hier, um den Vereinigten Staaten zu sagen, dass Kuba nicht allein ist und dass wir dafür kämpfen werden, dass es seinen eigenen Weg weitergehen und sein Volk verteidigen kann“, sagte Stadträtin Dafne Concha gegenüber Prensa Latina. Sie betonte, Kuba sei eine Insel des Friedens und der Solidarität, von der Ärzte in alle Welt entsandt wurden, um Leben zu retten. 
Amaya Candia, Präsidentin der Internationalen Medizinischen Gesellschaft der Absolventen der Lateinamerikanischen Medizinischen Hochschule (ELAM), hob die über 32.000 Ärzte aus 122 Ländern hervor, die an dieser Einrichtung ihren Abschluss gemacht haben, und bezeichnete dies als „eine der wichtigsten internationalen Errungenschaften“.
 Sie verurteilte zudem die Kampagnen gegen kubanische Ärztebrigaden, die in verschiedenen Teilen der Welt im Einsatz sind.
 Die Demonstration wurde unter anderem von der Solidaritätsbewegung, der Kommunistischen Partei und Jugend Chiles, der Volkspropagandabrigade, ELAM-Chile und dem José-Martí-Institut für Kultur organisiert.