OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Prensa Latina

Der Stadtrat von Turin hat eine Resolution verabschiedet, die die US-Blockade gegen Kuba verurteilt und die Umsetzung konkreter Hilfsprojekte für die Bevölkerung des Karibikstaates fordert. Dies geht aus einem heute veröffentlichten Bericht hervor.
 In einer Erklärung auf der offiziellen Website der Stadtverwaltung Turin, der Hauptstadt der norditalienischen Region Piemont, heißt es, die von den Stadträten Claudio Cerrato und Maria Grazia Grippo von der Demokratischen Partei (PD) eingebrachte Initiative prangere die schwerwiegenden Folgen des Drucks an, den die US-Regierung auf die Insel ausübt. 
Das Dokument drückt „Besorgnis über die Folgen der Ölblockade gegen Kuba“ aus, die nach der Unterzeichnung einer Anordnung durch US-Präsident Donald Trump am 29. Januar verhängt wurde. Ziel dieser Anordnung ist es, die Einfuhr von Treibstoff nach Kuba zu verhindern und eine „Energie- und humanitäre Krise“ herbeizuführen. 
 Darin wird an die Solidarität erinnert, die Turin mit Kuba verbindet, insbesondere an den Beitrag, den Spezialisten aus dem karibischen Land, Mitglieder der Henry Reeve Medical Brigade, im Jahr 2020 für die Bevölkerung dieser italienischen Stadt in den kritischsten Momenten der Covid-19-Pandemie geleistet haben.
„Das kubanische Volk leidet unter den dramatischen Folgen einer lang anhaltenden Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade, die durch die jüngsten restriktiven Maßnahmen, welche die Ölversorgung praktisch zum Erliegen gebracht haben, noch verschärft wurde“, heißt es in dem von der Turiner Regierung verabschiedeten Text, wie eine Analyse, die in der Zeitung „La Repubblica“veröffentlicht wurde, hervorhebt. 
„Dieser Energiemangel legt lebenswichtige Dienstleistungen lahm, beeinträchtigt die Lebensmittelverteilung, die Wasserversorgung und vor allem die Funktionsfähigkeit der Gesundheitseinrichtungen massiv und gefährdet die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen“, heißt es weiter. 
Die Turiner Behörden werden in enger Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz und humanitären Organisationen dringend aufgefordert, „die Möglichkeit konkreter Hilfsmaßnahmen, wie die Sammlung von Medikamenten und Gütern des täglichen Bedarfs, zu prüfen“. 
Darüber hinaus wird die italienische Regierung dringend aufgefordert, in allen internationalen Foren ihre Ablehnung der Blockade, die die Grundrechte der Zivilbevölkerung verletzt, zu bekräftigen und stattdessen die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit zu fördern.
Es wird außerdem gefordert, das italienische Parlament über die aktuelle Lage in Kuba zu informieren, „damit die Schwere der Krise in einer transparenten und tiefgreifenden institutionellen Debatte endlich angemessen gewürdigt werden kann“. 
Diese Initiative reiht sich in zahlreiche andere ein, die in Italien von verschiedenen Organisationen gefördert werden, darunter die Kampagne „Energie fürs Leben“, die vom Nationalen Verein für Italienisch-Kubanische Freundschaft, dem Verein für Soziale Förderung ARCI, dem Italienischen Gewerkschaftsbund und dem Nationalen Verband Italienischer Partisanen gemeinsam getragen wird.
 Hinzu kommt die Kampagne „Eine Medizin für Kuba“, die von der Gewerkschaft USB, einer der größten Gewerkschaften Italiens, initiiert wurde und die das öffentliche Gesundheitswesen in Kuba unterstützen soll.