OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Kuba lehnt aggressive Rhetorik, feindselige Aktionen und militärische Drohungen als Instrumente der Außenpolitik ab  Photo: TELESUR

„Angesichts des imperialistischen Angriffs auf die Bolivarische Republik Venezuela unter falschen Vorwänden wird die Wahrung des Friedens in Lateinamerika und der Karibik weiterhin unsere Priorität sein. Die Souveränität der Völker Unseres Amerikas ist in Gefahr. Es ist Zeit für einen gemeinsamen Marsch“, sagte Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Partei und Präsident der Republik.
Mit dieser Gewissheit und als Zeichen der Einheit und Unterstützung für das bolivarische Volk und die bolivarische Regierung wurde gestern auf Vorschlag Kubas das Internationale Komitee der Solidarität mit den venezolanischen Fischern gegründet, nachdem in der südlichen Karibik stationierte US-Streitkräfte kürzlich das Thunfischfangboot Carmen Rosa angegriffen hatten.
Die Kommission wurde im Ministerium für Lebensmittelindustrie in Havanna im Rahmen des virtuellen Forums „Stimmen des Meeres“ eingerichtet, an dem 27 Länder aus aller Welt teilnahmen, „im Bewusstsein, dass die Meere eine lebenswichtige Quelle für Nahrung, Kultur und Lebensunterhalt für die Menschheit sind und dass ihre Pflege und verantwortungsvolle Bewirtschaftung das gemeinsame Erbe aller Völker sind.“
Jorge Luis Fajardo Casas, der nationale Sekretär für Lebensmittel- und Fischereiindustrie der Insel, verurteilte in seinem Vorschlag für die Initiative die „wiederholten illegalen und feindseligen Angriffe der US-Marines auf Fischereifahrzeuge dieses souveränen Staates“. Diese seien Teil der Strategie, unter dem Deckmantel der Drogenbekämpfung einen Regimewechsel in Venezuela herbeizuführen. An dem Treffen nahm auch Kubas Minister für Lebensmittelindustrie, Alberto López Díaz, teil.
MNOAL GEGEN MILITARISIERUNG DER AUSSENPOLITIKEL 
Das Koordinierungsbüro der Blockfreien Bewegung (MNOAL), der 120 souveräne Nationen der Welt angehören, unterstützt ebenfalls nachdrücklich den Erhalt der lateinamerikanischen und karibischen Region als friedliche und atomwaffenfreie Zone und veröffentlichte eine offizielle Erklärung, in der es seine Entschlossenheit zum Ausdruck bringt, die Grundsätze der Souveränität, Gleichheit, territorialen Integrität, Nichteinmischung, friedlichen Streitbeilegung und des Verzichts auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die politische Unabhängigkeit eines Staates zu verteidigen.
Das Dokument lehnt außerdem aggressive Rhetorik, feindselige Aktionen und militärische Drohungen als Instrumente der Außenpolitik gegenüber dieser Region ab, die sich der Diplomatie, dem Frieden und ihrem Status der Denuklearisierung verpflichtet fühlt.