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Enzo Fernández war eine Schlüsselfigur beim Erfolg Argentiniens und wurde als Photo: AFP

Die Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar ist schon Geschichte, doch der Nachhall des spektakulären und elektrisierenden Endspiels ist noch immer zu spüren.

Bei der zweiten Weltmeisterschaft, die auf dem asiatischen Kontinent ausgetragen wurde, hat nach Brasilien vor 20 Jahren in Japan/Südkorea erneut eine südamerikanische Mannschaft den Pokal gewonnen.

Wir haben eine WM erlebt, bei der viele junge Menschen einen Karrieresprung gemacht haben. Besonders hervorzuheben sind hierbei Julian Alvarez (Argentinien), Jamal Musiala (Deutschland), Yunus Musah (USA), Josko Gvardiol (Kroatien), Jude Bellingham (England) und Enzo Fernandez (Argentinien), der zum besten Nachwuchsspieler der Weltmeisterschaft gekürt wurde.

Dem Turnier gaben Teams Impulse, auf die nur wenige gesetzt hatten. Marokko stand an der Spitze der Liste, mit Mut und Standhaftigkeit gegen höher eingestufte Gegner. Ihr vierter Platz verdient Anerkennung. Australien, Saudi-Arabien, Senegal, Südkorea, Japan und die USA setzten ebenfalls Akzente und können mit ihren vielversprechenden Spielern auf ein besseres Abschneiden in vier Jahren hoffen.

Auch die älteren Spieler zeigten, dass sie nicht zu dieser Veranstaltung "in die Ferien" gefahren waren. Trotz seiner 35 Jahre war Lionel Messi der beste Spieler des Wettbewerbs und stellte seinen Namen in eine Reihe mit Pele, Maradona, Ronaldo, Zidane und Ronaldinho. Der Spieler aus Rosario verstand es, sein Talent im Griff zu behalten und es zu zeigen, wenn es von seiner Mannschaft am meisten gebraucht wurde.

Andere erfahrene Spieler wie Pepe (39), Luka Modric (37), Enner Valencia (33), Thiago Silva (38) und Angel Di Maria (34) glänzten bei ihrer letzten Weltmeisterschaft und wurden zu Legenden für ihre Nationen.

Insgesamt enttäuschend waren Spanien, Deutschland, Belgien, Brasilien und Dänemark. Veränderungen in diesen Mannschaften sind bereits im Gange, denn der Siegeshunger von Giganten lässt nie nach, und in vier Jahren werden sie ihr ganzes Können unter Beweis stellen wollen.

Spieler, von denen man mehr erwartet hatte, sollten sich die Ereignisse in Katar zu Herzen nehmen: Raphinha, Lautaro Martinez, Kevin De Bruyne, Pedri und Ousmane Dembélé holten samt und sonders Minuspunkte.

Am Ende eroberte Argentinien das Glück, 36 Jahre nachdem Maradona es zu Ruhm geführt hatte.