MINSK, Weißrussland.— Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko empfing den kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel Bermúdez bei einer offiziellen Begrüßungszeremonie im Palast der Unabhängigkeit.
Nach dem Erklingen der Hymnen der beiden Länder, der Meldung des Befehlshabers der Truppen, der Verbeugung vor der belarussischen Fahne als Zeichen des Respekts und dem offiziellen Foto für die Presse führten beide Staatsmänner offizielle Gespräche in Begleitung ihrer jeweiligen Delegationen.
Lukaschenko bezog sich auf die letzten 25 Jahre „der Geschichte des heldenhaften revolutionären Kubas" - die mit seinem politischen Leben zusammenfielen - und betrachtete es als Ehre, Fidel, Raúl und Präsident Díaz-Canel kennen gelernt zu haben. „Wir haben Kuba immer im Auge und unterstützen es“, fügte der belarussische Präsident hinzu.
„Es ist nicht notwendig, etwas Neues zu erfinden, sondern das zu erfüllen, was wir vereinbart haben. Kuba ist ein treuer Verbündeter, ein Freund, und wir werden uns weiterhin für eine fortgesetzte Zusammenarbeit einsetzen. Unsere Volkswirtschaften konkurrieren nicht, sie stören einander nicht, wir müssen nur die gemeinsamen Schritte koordinieren, die Leitlinien markieren und ihnen folgen.“
Díaz-Canel betonte seinerseits, dass dieser Besuch in Belarus eine Fortsetzung des von ihm im Jahr 2016 unternommenen Besuchs darstelle, als er den Posten des Ersten Vizepräsidenten der Staats- und des Ministerrats inne hatte. „Ich habe gute Erinnerungen an dieses wunderbare Volk“, sagte er.
„Weißrussland ist eines der ersten Länder, die ich als Präsident der Republik Kuba besuche. Dies spricht für die Priorität, die wir unseren Beziehungen einräumen", sagte der Präsident. „Ich bin auch Überbringer einer festen und herzlichen Umarmung des Ersten Sekretärs der Kommunistischen Partei Kubas, Armeegeneral Raúl Castro Ruz.“
Nach den offiziellen Gesprächen unterzeichneten die Delegationen mehrere Vereinbarungen: eine Memorandum der Verständigung zwischen den Justizministerien beider Länder, um einen rechtlichen Rahmen für die Zusammenarbeit zu schaffen, ein Entwicklungsprogramm für die Zusammenarbeit zwischen dem kubanischen Hochschulministerium und dem belarussischen Bildungsministerium für die Jahre 2019-2021 und ein Exekutivprogramm für kubanisch-weißrussische wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit und Innovation für 2020-2022.
Darüber hinaus wurde die Aktualisierung einer Vereinbarung zwischen der Nachrichtenagentur Prensa Latina und der belarussischen Agentur Belta unterzeichnet, sowie die Gemeinsame Erklärung der beiden Präsidenten, in der die Ergebnisse des Treffens der beiden Seiten zusammengefasst sind, mit dem Ziel, die Entwicklung und Vertiefung der Freundschaftsbeziehungen auf politischer, wirtschaftlicher, industrieller, landwirtschaftlicher, bildungsbezogener und wissenschaftlich-technischer Ebene fortzusetzen . Dieses letzte Dokument bekräftigt, dass Belarus und Kuba in ihren Beziehungen, die sich durch freundschaftliche Bande und gegenseitige Unterstützung auszeichnen, Verbündete sind.
An diesem offiziellen Besuchstag in Minsk wurde Díaz-Canel begleitet vom Vizepräsidenten des Ministerrates Ricardo Cabrisas Ruiz, dem Minister für Außenhandel und Auslandsinvestitionen, Rodrigo Malmierca Díaz, dem Minister für Landwirtschaft, Gustavo Rodríguez Rollero, der Präsidentin der Zentralbank Kubas, Irma Martínez Castrillón, dem Präsidenten von BioCubaFarma, Eduardo Martínez Díaz, dem Vizeaußenminister Rogelio Sierra Díaz und der stellvertretenden Gesundheitsministerin Marcia Cobas Ruiz.
Kuba und Belarus unterhalten seit 1992 ununterbrochene Beziehungen, die derzeit als sehr gut eingestuft werden. Auf höchster Ebene wurde ein politischer Dialog eingerichtet, und beide Regierungen messen den bilateralen Beziehungen hohe Priorität bei.




