OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Die Souveränität Puerto Ricos ist eine Forderung vieler Länder Photo: Ismael Batista

Das Entkolonialisierungskomitee der Vereinten Nationen hat zum achtunddreißigsten Mal eine Resolution gebilligt, die das Recht Puerto Ricos auf Unabhängigkeit anerkennt.

Das von Kuba vorgelegte und von Antigua und Barbuda, Bolivien, Nicaragua, Venezuela, Syrien und Russland mitgetragene Dokument ist eine wichtige Stütze für die lange Geschichte des Kampfes des puerto-ricanischen Volkes um seine Emanzipation.

„Die Anerkennung des kolonialen Zustands von Puerto Rico durch die Vereinten Nationen ist für die Unabhängigkeitsbewegung von großer Bedeutung", sagte der Leiter der Mission der Schwesterinsel in Kuba, Edwin González, auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Havanna.

Die Resolution fordert die Generalversammlung der Vereinten Nationen auf, die Debatte über den Fall Puerto Rico wieder aufzunehmen, und hält die Vereinigten Staaten nachdrücklich dazu an, den Puerto-Ricanern die Ausübung ihres Selbstbestimmungsrechts zu gestatten.

González Velázquez äußerte sich besorgt über die Verschlechterung des Kolonialstatus der Insel nach der Einrichtung des Federal Fiscal Control Board, eines perversen Mechanismus, der die Autonomie durch Entscheidungen in Wirtschafts-, Finanz- und Haushaltsfragen noch weiter einschränkt.

Zur Lage des Landes sagte er, diese sei kein Verschulden des Volkes, das keinerlei Nutzen habe, da Geld nicht zum Aufbau von Sozialleistungen oder zur Schaffung neuer Arbeitsplätze oder für Gesundheit und Bildung eingesetzt worden sei: Es sei Geld, das in den Taschen der Mächtigen verbleiben solle, es diene nur dazu, die Kassen der Vertreter der Kolonialmacht zu nähren.

Der Leiter der puerto-ricanischen Mission dankte Kuba für seine ständige Unterstützung der Selbstbestimmung und Unabhängigkeit der Menschen in Puerto Rico, eine Haltung, die auf der unerschütterlichen Freundschaft und den tiefen historischen Wurzeln von mehr als einem halben Jahrhundert Existenz beruht, die beide Völker verbinden.