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Luiz Eduardo Greenhalgh, Anwalt des Expräsidenten Brasiliens Luiz Inácio Lula da Silva Photo: Internet

Aus rechtlicher Sicht gibt es Ressourcen, die zur Erlangung der Freiheit von Lula genutzt werden können, aber internationaler Druck ist unerlässlich. "Es ist notwendig, dass die ehrlichen Menschen der Welt ein Ende der Ungerechtigkeit fordern", sagte Luiz Eduardo Greenhalgh, Anwalt des brasilianischen Expräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva,während eines Treffens im Amphitheater „José Garcerán“ der Juristischen Fakultät der Universität Havanna

"Lula ist ein politisch Verfolgter, die Prozesse gegen ihn hatten keine Beweise, keine Indizien, rein gar nichts", sagte er. "Sonderbarerweise wurde die Person, die hinter der Inhaftierung Lulas steckte, nachdem Bolsonaro die Wahl gewonnen hatte, Justizminister. Es ist bekannt, dass die Aussprache dieses Richters mit dem derzeitigen Präsidenten bereits vor den Wahlen erfolgte.“

Der Jurist, Gründer der Arbeitspartei (PT) Brasiliens, erklärte bei dem Treffen, dass Lula wie ein Verbrecher behandelt werde, dass seine Rechte nicht respektiert würden, und das mit dem einzigen Ziel, seine politischen Aktivitäten zu verhindern. "Lula verbleibt in einer kleinen Gefängniszelle, was eine Grausamkeit darstellt. Ich bin 70 Jahre alt. ich habe gegen die Diktatur gekämpft, und jetzt fühle ich mich enttäuscht, ihn unter diesen Bedingungen zu sehen."

„Er leidet im Gefängnis. Er hat bereits seinen Bruder und seinen Enkel verloren. Sie hindern ihn daran, mit der Bevölkerung zu kommunizieren. Er kann nur mit seinen Anwälten sprechen und sein Zugang zu den Medien ist eingeschränkt. Er hat nicht die Möglichkeit eines dauerhaften religiösen Beistands. Einmal in der Woche empfängt er seine Kinder“, sagte Greenhalgh.
In seinen Erklärungen betonte er, dass das, was mit Lula passiert sei, unerklärlich sei. Normalerweise dauere es, bis die brasilianische Justiz zu einem Urteil gelange und der Beschuldigte seine Haft antrete, ungefähr anderthalb Jahre. Im Falle Lulas habe es sich um drei Monate gehandelt. "Sie wollten ihn zerstören, öffentlich demütigen."

Das Verfahren gegen Lula sei mit den Vereinigten Staaten, deren Justizministerium, der Central Intelligence Agency und dem Bundesamt für Ermittlung (FBI) verbandelt. Dort sei alles konstruiert, seien die Klagen gegen Dilma und gegen Lula vorbereitet worden. "Nicht von ungefähr galt Präsident Jair Bolsonaros erster Besuch in den Vereinigten Staaten der CIA“, kritisierte der Jurist.

"Für mich als Brasilianer ist alles, was mit Lula geschehen ist, eine Schande. Ich werde erst an dem Tag ausruhen, an dem ich ihn in die Freiheit begleiten kann", sagte er.
Nur eine starke weltweite Solidaritätskampagne mit Lula könne dessen Freilassung bewirken, sagte er und fuhr fort, dass er, als er im Gefängnis dem Expräsidenten von der Entscheidung der kubanischen Regierung erzählt habe, eine Weltkampagne für seine Freilassung zu initiieren, geantwortet habe: „Von den Kubanern hatte ich nichts anderes erwartet.“

Die anwesenden Professoren und Jurastudenten bekundeten ihre uneingeschränkte Unterstützung für den ehemaligen Präsidenten und die Gewissheit, dass die Gerechtigkeit siegen und Lula frei sein werde.