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Photo: Prensa Latina

Die europäischen Regierungen müssten sich von der Position der US-Exekutive freimachen, die heute zur Anwendung unilateraler Zwangsmaßnahmen gegen Venezuela führten, sagte der Außenminister Venezuelas Jorge Arreaza.

„Die Europäische Union (EU) hat erneut dazu aufgerufen, die venezolanische Verfassung zu missachten, wie sie dies bereits bei den Präsidentschaftswahlen im Mai 2018 getan hatte, in denen Präsident Nicolás Maduro gewählt worden war.

In einem Interview mit der spanischen Zeitung El País wies der venezolanische Außenminister laut Prensa Latina den internationalen Druck zurück, der gegen sein Land ausgeübt werde und der es schwierig mache, von einer unparteiischen Haltung der EU als Vermittler auszugehen, nachdem einige ihrer Mitglieder eine Position gegen die rechtmäßige Regierung eingenommen hätten.

„Sie richten uns, sie verurteilen uns und urteilen uns ab ohne uns auch nur einmal angehört zu haben. Die Verfassung ist das elemtarste, man darf nicht dazu aufrufen, die Magna Carta zu verletzen. Das ist genau das, was die EU mit ihrer Abstimmung im Mai getan hat, sie zu missachten“, sagte er.

Arreaza ging auch auf die angebliche humanitäre Hilfe ein, die von der von Washington unterstützten Opposition gefordert und von der politischen Gemeinschaft des Alten Kontinents ünterstützt wird, die nicht weiter als ein Vorwand sei, um in venezolanisches Gebiet einzudringen.

In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass Präsident Maduro den europäischen Botschaftern vorgeschlagen habe, wenn sie wirklich mit dem Land zusammenarbeiten wollten,die über 1,6 Milliarden Dollar freizugeben, die das Finanzunternehmen Euroclear in Belgien zurückhielten.

„Oder dass man uns Kredite gibt, die wir mit Zinsen zurückzahlen, um die Blockade der USA auzugleichen. Das ist, was man von der Europäischen Union erwarten würde“, fügte er hinzu.

Der Diplomat erinnerte außerdem daran, dass die Kosten für diese Blockade sich allein im Jahr 2018 auf über 30 Milliarden Dollar belaufen hätten, was auch der Grund dafür sei, warum es „einleuchtendderwesie zu einigen Beschränkungen gekommen ist“.