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Vor dem Programm „Mais Médicos“ hatten über 800.000 Brasilianer nie eine ärztliche Versorgung, auf die sie sich verlassen konnten Foto: Folha de Sao Paulo

Die Regierung des Präsidenten Jair Bolsonaro bereitet das Ende des Porgramms „Mais Médicos“ vor. Dies wurde von der Koordinatorin der Initiative Mayra Pinheiro bestätigt und erschien am Donnerstag im Portal Brasil de Fato.

Laut Prensa Latina bahnte sich dieser Schritt bereits seit dem Staatsstreich von Michel Temer im Jahr 2016 mit der Reduzierung der Investitionen in die Ärzteausbildung und die Infrastruktur und der Nicht-Beteiligung Kubas am Programm an, nachdem Bolsonaro Beleidigungen und Drohungen gegen die Ärzte aus Kuba ausgesprochen hatte.

Seit Ende November, nachdem über 8.000 am Projekt beteiligte kubanische Ärzte zurückgekehrt waren, gab es drei Aufrufe, um deren Stellen abzudecken. Bis heute sind jedoch 1.462 Stellen unbesetzt.

Nun soll „Mais Médicos“ durch ein neues Projekt ersetzt werden, das wahrscheinlich „Mais Salud“ heißen wird.

Pinheiro bestätigte auch gegenüber der Presse, dass es keine neue Auflage des Projekts geben und es geschlossen werde.

Damit werden die in diesem Projekt eingeschriebenen ausländischen Ärzte an dem neuen Projekt nicht teilnehmen.

Mais Médicos, das seit 2013 existiert hat, ermöglichte eine Verbesserung der Gesundheitsindiaktoren in Brasilien und Gemeinden, die niemals einen Arzt gesehen hatten, erhielten ärztliche Versorgung.

Aus einer Studie der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation über die Auswirkungen von Mais Médicos die in Brasil de Fato veröffentlicht wurde, geht hervor, dass mit dem Ende der kubanischen Mitarbeit der kubanischen Ärzte bis 2030, 37.000 Kinder unter fünf Jahren sterben könnten.

Wenn das staatliche Programm auslaufe, sei sogar mit 42.000 toten brasilianischen Kindern bis fünf Jahre zu rechnen.